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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Spruch über Damaskus und das Nordreich: 17,1–11

1 Ausspruch über Damaskus. Siehe, Damaskus verschwindet, / ist keine Stadt mehr, / es wird zu einem Haufen von Trümmern.

2 Die Städte von Aroër sind verlassen; / sie gehören den Herden. Sie werden lagern / und keiner schreckt sie.

3 Mit dem Bollwerk von Efraim ist es zu Ende, / mit dem Königreich von Damaskus. Dem Rest Arams wird es gehen wie der Herrlichkeit der Söhne Israels - / Spruch des HERRN der Heerscharen.

4 An jenem Tag wird die Herrlichkeit Jakobs armselig sein / und das Fett seines Leibes schwindet dahin.

5 Dann wird es sein, wie wenn ein Schnitter Halme packt / und sein Arm Ähren mäht. Dann wird es sein, wie wenn jemand Ähren aufliest / in der Ebene Refaim.

6 Es bleibt an ihm eine Nachlese übrig / wie beim Abschlagen der Oliven: zwei, drei reife Oliven an den obersten Ästen, / vier, fünf an seinen Zweigen, am Fruchtbaum, / Spruch des HERRN, des Gottes Israels.

7 An jenem Tag wird der Mensch auf den schauen, der ihn gemacht hat, / und seine Augen werden zum Heiligen Israels blicken.

8 Er schaut nicht mehr auf die Altäre, / das Machwerk seiner Hände; und was seine Finger gemacht haben, darauf blickt er nicht mehr, / auf die Kultpfähle und die Räucheraltäre.

9 An jenem Tag werden seine Zufluchtsstädte / wie das Zurückgelassene von Wald und Geäst sein, das sie zurückließen vor den Söhnen Israels, / und es wird eine Ödnis sein.

10 Denn du hast den Gott deines Heils vergessen / und an den Felsen deiner Zuflucht nicht gedacht. Darum pflanze nur liebliche Pflanzungen / und säe fremde Triebe aus!

11 An dem Tag, an dem du pflanzt, magst du großziehen; / an dem Morgen, an dem du säst, magst du sprießen lassen, doch dahin ist die Ernte am Tag des Siechtums / und des unheilbaren Schmerzes.

Weheruf über die Völker: 17,12–14

12 Wehe, welch Getöse von zahlreichen Völkern; / wie das Tosen des Meeres, so tosen sie. Und das Toben der Nationen, / wie das Toben gewaltiger Wasser, so toben sie.

13 Nationen toben wie das Toben gewaltiger Wasser. / Doch er droht ihm, / dann flieht es in die Ferne; dahingejagt vom Wind wie Spreu auf den Bergen, / wie Distelräder vor dem Sturm.

14 Zur Abendzeit, siehe da Schrecken; / ehe es Morgen wird, sind sie nicht mehr. Das ist der Anteil derer, die uns plündern, / das Los derer, die uns berauben.

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Drohendes Gericht über Damaskus und das Reich Israel

1 Ausspruch über Damaskus. Siehe, Damaskus hört auf, eine Stadt zu sein, und wird ein Trümmerhaufen.

2 Verlassen sind die Städte von Aroër[7]LXX: Verlassen ist sie für ewig, sie werden den Herden preisgegeben; die lagern {dort} und niemand schreckt sie auf.

3 Und verschwinden wird die feste Stadt aus Ephraim und das Königtum aus Damaskus. Und dem Rest von Aram ergeht es[8]so mit Qu. ; Mas. T. : verschwinden wird die Festung … und das Königtum … und der Rest Arams. Ihnen ergeht es wie der Herrlichkeit der Söhne Israel, spricht der Herr[9]w. ist der Ausspruch des Herrn der Heerscharen.

4 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird die Herrlichkeit Jakobs armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden.

5 Es wird sein, wie wenn einer bei der Ernte[10]Mit geringfügiger Änderung lesen andere: wenn ein Schnitter Getreidehalme zusammenfasst und sein Arm Ähren abmäht. Es wird sein, wie wenn einer Ähren sammelt in der Talebene Refaïm.

6 – Doch wird eine Nachlese an ihm[11]d. i. an Jakob; vgl. V.4 übrig bleiben wie beim Abschlagen der Oliven: zwei, drei reife Oliven oben im Geäst, vier, fünf an den Zweigen des Fruchtbaumes, spricht der Herr[9]w. ist der Ausspruch des Herrn, der Gott Israels. –

7 An jenem Tag wird der Mensch auf den hinschauen, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels sehen.

8 Und er wird nicht schauen auf die Altäre, das Werk seiner Hände. Und was seine Finger gemacht haben, wird er nicht ansehen, weder die Ascherim noch die Räucheraltäre. –

9 An jenem Tag werden seine Festungsstädte sein wie die verlassenen Orte des Waldes und des Berggipfels, die man vor den Söhnen Israel verließ[1]LXX: werden deine Städte verlassen sein, wie {sie} die Hiwiter und Amoriter vor den Söhnen Israel verließen; und es wird eine Öde sein. –

10 Ja, du hast vergessen den Gott deines Heils[2]o. deiner Rettung und nicht gedacht an den Felsen deiner Zuflucht. Deshalb pflanze nur Pflanzungen des »Lieblichen«[3]Wahrscheinlich sind Gärten zu Ehren des aram. -phöniz. Frühlingsgottes Adonis gemeint. und besäe sie {nur} mit ausländischen Weinranken!

11 Am Tag, da du gepflanzt, ziehst du {sie} groß[4]o. zäunst du sie ein, und am Morgen, da du gesät, bringst du {sie} zum Blühen: hin ist die Ernte[5]o. geflohen ist die Ernte; so liest Vulg. ; Mas. T. : ein Wall der Ernte am Tag des Siechtums und des unheilbaren Schmerzes.

12 Wehe, ein Getöse vieler Völker; wie das Tosen der Meere tosen sie; und ein Rauschen von Völkerschaften; wie das Rauschen gewaltiger Wasser rauschen sie.

13 Völkerschaften rauschen wie das Rauschen vieler Wasser. Doch er bedroht sie, und sie fliehen[6]w. er schreit ihn an und er flieht in die Ferne. Und sie werden gejagt wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind und wie die Raddistel[7]Das sind ihre radförmigen, abgestorbenen Stengel. vor dem Sturm.

14 Zur Abendzeit, siehe da, {jähes} Erschrecken. Ehe es Morgen wird, gibt es sie nicht mehr. Das ist das Geschick[8]w. der Beuteanteil derer, die uns plündern, und das Los derer, die uns berauben.

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