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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

IJOBS GEGENREDE: 23,1–24,25

Ruf nach Gott, dem Richter: 23,1–17

1 Da antwortete Ijob und sprach:

2 Auch heute ist meine Klage Widerspruch; / schwer lastet seine Hand auf meinem Seufzen.

3 Wüsste ich doch, wie ich ihn finden könnte, / gelangen könnte zu seiner Stätte.

4 Ich wollte vor ihm den Rechtsfall ausbreiten, / meinen Mund mit Beweisen füllen.

5 Ich möchte wissen, mit welchen Worten er mir Antwort gibt, / möchte erfahren, was er mir zu sagen hat.

6 Würde er in der Fülle der Macht mit mir streiten? / Nein, gerade er wird auf mich achten!

7 Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten / und ich käme für immer frei von meinem Richter.

8 Seht, gehe ich nach Osten, so ist er nicht da, / nach Westen, so bemerke ich ihn nicht,

9 nach Norden, sein Tun erblicke ich nicht; / biege ich nach Süden, sehe ich ihn nicht.

10 Doch er kennt den Weg, den ich gehe; / prüfte er mich, ich ginge wie Gold hervor.

11 Mein Fuß hielt fest an seiner Spur, / seinen Weg hielt ich ein und bog nicht ab.

12 Das Gebot seiner Lippen gab ich nicht auf; / seines Mundes Worte barg ich in meinem Inneren.

13 Doch er bleibt der Eine, wer stimmt ihn um? / Wonach seine Seele verlangte, das machte er.

14 Ja, er vollendet, was er mir bestimmt hat; / und Ähnliches hat er noch viel im Sinn.

15 Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht; / denke ich daran, gerate ich in Angst vor ihm.

16 Gott macht mein Herz verzagt, / der Allmächtige versetzt mich in Schrecken.

17 Denn bin ich nicht von Finsternis umschlossen, / bedeckt nicht Dunkel mein Angesicht?

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Ijob: Wenn ich Gott nur finden könnte!

1 Ijob antwortete:

2 »Zwar möchte ich mein Stöhnen unterdrücken und doch kommt Widerspruch von meinen Lippen.

3 Wenn ich nur wüsste, wo sich Gott befindet und wie ich zu ihm hingelangen könnte!

4 Ich würde ihm schon meine Lage schildern, ihm meine Gründe und Beweise nennen.

5 Ich bin gespannt, was er dann sagen würde, wie er mir darauf seine Antwort gäbe.

6 Ob er mich seine Allmacht fühlen ließe? Nein, hören würde er auf meine Worte.

7 Ich würde meinen Rechtsstreit mit ihm führen als einer, dem nichts vorzuwerfen ist. Das müsste auch mein Richter anerkennen!

8 Ich kann nach Osten gehn, dort ist Gott nicht; und auch im Westen ist er nicht zu finden.

9 Ist er im Norden tätig, seh ich’s nicht; versteckt er sich im Süden, weiß ich’s nicht.

10 Doch mein Weg ist ihm lange schon bekannt; wenn er mich prüft, dann bin ich rein wie Gold.

11 Mein Fuß hielt sich genau an seine Spur, ich blieb auf seinem Weg und wich nicht ab.

12 Ich tue immer, was er mir befiehlt, sein Wort bewahre ich in meinem Herzen.

13 Doch Gott allein bestimmt – wer will ihn hindern? Was ihm gefällt, das setzt er einfach durch.

14 Er wird auch tun, was er für mich geplant hat, und Pläne über mich hat er genug!

15 Das ist es, was mich so erschrecken lässt. Sooft ich an ihn denke, zittere ich.

16 Gott hat mir alle Zuversicht genommen; weil er so mächtig ist, macht er mir Angst.

17 Gott ist’s, der mich erdrückt, und nicht das Dunkel, auch wenn ich jetzt vor Dunkelheit nichts sehe.

Lutherbibel

Lutherbibel 2017

Hiobs dritte Antwort an Elifas

1 Hiob antwortete und sprach:

2 Auch heute lehnt sich meine Klage auf; seine Hand drückt schwer, dass ich seufzen muss.

3 Ach dass ich wüsste, wie ich ihn finden und zu seiner Stätte kommen könnte!

4 So würde ich ihm das Recht darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen

5 und erfahren die Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde.

6 Würde er mit großer Macht mit mir rechten? Nein, er selbst würde achthaben auf mich.

7 Dort würde ein Redlicher mit ihm rechten, und für immer würde ich entrinnen meinem Richter!

8 Aber gehe ich nach Osten, so ist er nicht da; gehe ich nach Westen, so spüre ich ihn nicht.

9 Wirkt er im Norden, so schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich im Süden, so sehe ich ihn nicht.

10 Er aber kennt meinen Weg gut. Er prüfe mich, so will ich befunden werden wie das Gold.

11 Denn ich hielt meinen Fuß auf seiner Bahn und bewahrte seinen Weg und wich nicht ab

12 und übertrat nicht das Gebot seiner Lippen und bewahrte die Reden seines Mundes bei mir.

13 Doch er hat’s beschlossen, wer will ihm wehren? Und er macht’s, wie er will.

14 Ja, er wird vollenden, was mir bestimmt ist, und hat noch mehr derart im Sinn.

15 Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht, und wenn ich darüber nachdenke, so fürchte ich mich vor ihm.

16 Gott ist’s, der mein Herz mutlos gemacht, und der Allmächtige, der mich erschreckt hat;

17 denn nicht der Finsternis wegen muss ich schweigen, und nicht, weil Dunkel mein Angesicht deckt.

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