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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Einzug der Herrlichkeit des Herrn in den Tempel: 43,1–12

1 Dann führte er mich zu einem der Tore, dem Tor, das im Osten lag.

2 Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam aus dem Osten heran. Ihr Rauschen war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit.

3 Wie ein Aufscheinen der Erscheinung war es, die ich gesehen hatte, wie die Erscheinung, die ich gesehen hatte - als ich kam, um die Stadt zu vernichten. - Und die Erscheinungen waren wie die Erscheinung, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Da fiel ich nieder auf mein Gesicht.

4 Und die Herrlichkeit des HERRN zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag.

5 Und der Geist hob mich empor und brachte mich in den inneren Vorhof. Und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte den Tempel.

6 Dann hörte ich einen, der vom Tempel her zu mir redete. Der Mann aber stand neben mir.

7 Er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen. Das Haus Israel aber soll meinen heiligen Namen nie mehr beflecken - weder sie noch ihre Könige - mit ihrer Unzucht und mit den Leichen ihrer Könige bei ihren Kulthöhen.

8 Sie legten ihre Schwelle neben meine Schwelle und setzten ihre Türpfosten neben meine Türpfosten, sodass zwischen mir und ihnen nur eine Wand war. So befleckten sie meinen heiligen Namen durch die Gräueltaten, die sie begingen, und ich musste sie in meinem Zorn vernichten.

9 Jetzt aber sollen sie ihre Unzucht und die Leichen ihrer Könige von mir fernhalten, sodass ich für immer mitten unter ihnen wohnen kann.

10 Du, Menschensohn, berichte dem Haus Israel über den Tempel, damit sie sich wegen ihrer bösen Taten schämen! Sie sollen den Entwurf des Tempels vermessen.

11 Wenn sie sich all dessen schämen, was sie getan haben, dann mach ihnen den Plan des Tempels bekannt, seine Einrichtung, seine Ausgänge und Eingänge und seine ganzen Pläne und alle ihn betreffenden Sitzungen, seine ganzen Pläne und alle ihn betreffenden Anweisungen! Zeichne alles vor ihren Augen auf! Sie sollen darauf achten, dass sie seinen ganzen Plan ausführen und alle ihn betreffenden Satzungen, und sie befolgen.

12 Das ist die Anweisung für den Tempelbezirk. Das ganze Gebiet auf dem Gipfel des Berges ringsum ist hochheiliger Boden. Siehe, das ist die Anweisung für den Tempelbezirk.

Der Altar im Innenhof und die Altarweihe: 43,13–27

13 Das waren die Maße des Altars, gemessen in Ellen, die Elle zu einer gewöhnlichen Elle und einer Handbreit gerechnet: Dem Graben von einer Elle entsprach eine Elle Breite. Und ihre Einfassung an ihrem Rand betrug ringsum eine Spanne. Und dies ist der Sockel des Altars:

14 Vom Boden des Grabens bis zur unteren Einfassung waren es zwei Ellen; und die Breite machte eine Elle aus; von dieser kleinen Einfassung bis zur großen Einfassung waren es vier Ellen, bei einer Breite von einer Elle.

15 Der Opferherd war vier Ellen hoch und an dem Opferherd ragten vier Hörner empor.

16 Der Opferherd hatte eine Länge von zwölf Ellen und eine Breite von zwölf Ellen; er war quadratisch.

17 Auch die Einfassung war vierzehn Ellen lang und vierzehn Ellen breit nach ihren vier Seiten hin. Rings um sie herum lief eine Umgrenzung von einer halben Elle. Der Graben, der sie umgab, maß ringsum eine Elle. Und seine Stufen waren nach Osten gerichtet.

18 Dann sagte er zu mir: Menschensohn, so spricht GOTT, der Herr: Das sind die Satzungen für den Altar, für den Tag, an dem er fertiggestellt wird, damit man Brandopfer auf ihm darbringen und Blut auf ihn sprengen kann:

19 Du sollst den levitischen Priestern, den Nachkommen Zadoks, die vor mich hintreten dürfen, um mir zu dienen - Spruch GOTTES, des Herrn -, einen jungen Stier aus der Rinderherde zum Sündopfer geben.

20 Dann sollst du etwas von seinem Blut nehmen und es auf seine vier Hörner und auf die vier Ecken der Einfassung sowie ringsum auf die Umgrenzung tun. So sollst du ihn entsündigen und entsühnen.

21 Dann sollst du den Stier des Sündopfers nehmen und man soll ihn auf dem vorgesehenen Platz beim Tempel außerhalb des Heiligtums verbrennen.

22 Am zweiten Tag sollst du einen Ziegenbock, der ohne Fehler ist, als Sündopfer darbringen und man soll den Altar damit entsündigen, wie man ihn mit dem Stier entsündigt hat.

23 Wenn du die Entsündigung vollzogen hast, sollst du einen jungen Stier aus der Rinderherde, der ohne Fehler ist, sowie einen Widder aus der Schafherde, der ohne Fehler ist, darbringen.

24 Du sollst beide vor den HERRN bringen und die Priester sollen sie mit Salz bestreuen und dem HERRN als Brandopfer darbringen.

25 Sieben Tage lang sollst du täglich einen Bock als Sündopfer darbringen und man soll einen jungen Stier aus der Rinderherde und einen Widder aus der Schafherde - Tiere ohne Fehler - darbringen.

26 Sieben Tage lang soll man den Altar entsühnen, rein machen und einweihen.

27 Man soll diese Tage zu Ende führen. Vom achten Tag an sollen dann die Priester auf dem Altar eure Brandopfer und eure Heilsopfer darbringen. Dann will ich euch gnädig sein - Spruch GOTTES, des Herrn.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Gott kehrt in sein Heiligtum zurück

1 Dann führte der Mann mich zum östlichen Tempeltor.

2 Dort sah ich die Herrlichkeit des Gottes Israels von Osten herankommen. Ein Rauschen ging von ihr aus wie von der Brandung des Meeres und ihr Glanz tauchte die ganze Umgebung in strahlendes Licht.

3 Es war dieselbe Erscheinung, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte und dann noch einmal, als der HERR sich aufmachte, um Jerusalem zu vernichten. Ich warf mich zu Boden,

4 während die Herrlichkeit des HERRN durch das Osttor in den Tempel einzog.

5 Da hob mich der Geist von der Erde auf und brachte mich in den inneren Vorhof des Tempels. Ich sah, dass die Herrlichkeit des HERRN das ganze Tempelhaus füllte.

6 Der Mann, der mich geführt hatte, stand neben mir. Aus dem Tempel aber hörte ich eine Stimme,

7 die sagte: »Du Mensch, hier ist der Ort, an dem mein Thron steht und der Schemel, auf den ich meine Füße stelle! Hier will ich für alle Zeiten in der Mitte des Volkes Israel wohnen! Die Leute von Israel sollen meinen heiligen Namen nie mehr durch schändlichen Götzendienst entehren und durch die Leichen ihrer Könige, die sie in meiner Nähe bestatten.

8 Ihre Könige sollen ihre Paläste nicht mehr neben meinem Tempel bauen, nie mehr Tür an Tür mit mir wohnen, sodass nur eine Wand sie von mir trennt. Die Abscheulichkeiten, die ihre Könige begingen, haben meinen heiligen Namen geschändet. Deshalb musste ich sie in meinem Zorn vernichten.

9 Aber wenn die Leute von Israel keine Götzen mehr verehren und die Leichen ihrer Könige von mir fernhalten, werde ich von nun an für immer in ihrer Mitte wohnen.

10 Du aber, du Mensch, sollst den Leuten von Israel den Tempel beschreiben, den du geschaut hast. Wenn sie sich seine Ausmaße vergegenwärtigen, werden sie sich schämen, dass sie mich früher so sehr missachtet haben.

11 Und wenn ihnen ihre Vergehen leidtun, sollst du ihnen alles genau im Einzelnen schildern: das Aussehen des Tempelhauses, seine Einrichtung und die Zugänge zu ihm. Zeichne vor ihren Augen einen Plan und sag ihnen alle Vorschriften und Anordnungen für den Tempeldienst, damit sie sie künftig genau befolgen.

12 Die wichtigste Bestimmung aber ist: Der gesamte Tempelbezirk auf dem Gipfel des Berges ist mir geweiht. Selbst die Vorhöfe des Tempels sind im höchsten Grade heilig, genauso heilig wie das Innere des Tempelhauses. Dies ist das grundlegende Gesetz des Tempels.«

Der Brandopferaltar und seine Einweihung

13 Hier sind die Maße des großen Altars: Unten läuft ringsherum ein Graben, eine Elle breit und eine Elle tief, eingefasst von einem Mauerrand, der eine halbe Elle breit ist.

14 Darüber erhebt sich der Altar in Stufen. Die unterste Stufe ist 2 Ellen hoch, dann springt die Altarwand um eine Elle zurück; die nächste Stufe ist 4 Ellen hoch und wieder springt die Wand eine Elle zurück.

15 Dann erhebt sich der Altar noch einmal 4 Ellen hoch; dieser Teil ist der Opferherd, an dessen Ecken die vier Hörner aufgesetzt sind.

16 Der Opferherd ist viereckig, 12 Ellen lang und 12 Ellen breit,

17 die nächstuntere Stufe ist 14 Ellen lang und breit, ebenfalls viereckig. Der Graben ist eine Elle breit und der Mauerrand rings um den Graben eine halbe Elle. An der Ostseite führen Treppenstufen den Altar hinauf.

18 Der HERR, der mächtige Gott, sagte zu mir: »Du Mensch, hier sind die Bestimmungen für die Weihe des Altars: Wenn der Altar errichtet ist, auf dem die Brandopfer dargebracht werden und an den das Blut der Opfertiere gesprengt wird,

19 sollst du den Priestern aus der Nachkommenschaft Zadoks, die den Opferdienst verrichten, einen Stier für das Sühneopfer geben.

20 Mit dem Blut des Stieres sollst du die vier Hörner des Altars, die vier Ecken seiner Stufen und den Mauerrand an seinem Fuß bestreichen, damit der Altar von jeder Befleckung durch Schuld gereinigt wird.

21 Danach soll der Stier an einem dafür bestimmten Platz außerhalb des Tempelbezirks verbrannt werden.

22 Am folgenden Tag sollst du einen fehlerfreien Ziegenbock als Schuldopfer darbringen und sie sollen mit ihm genauso verfahren wie mit dem Stier am Tag zuvor, damit der Altar von jeder Befleckung durch Schuld gereinigt wird.

23-24 Anschließend sollst du einen Stier und einen Schafbock vor mich bringen, beides fehlerfreie Tiere. Die Priester sollen sie zerlegen und Salz auf die Stücke streuen und sie mir als Brandopfer darbringen.

25 Dieselben Opfer sollst du auch an den folgenden Tagen darbringen lassen.

26 Insgesamt sieben Tage lang sollen die Priester den Altar von aller Befleckung durch Schuld reinigen und ihn weihen.

27 Vom achten Tag ab können sie dann eure regelmäßigen Brandopfer und Mahlopfer auf dem Altar darbringen. Wenn ihr so verfahrt, werde ich eure Opfergaben freundlich annehmen.« Das sagt der HERR, der mächtige Gott.

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