Wie du deine Riesen besiegst (2/2)

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Gott holt Elija zu sich

21Der Tag war nicht mehr fern, an dem der HERR den Propheten Elija durch einen mächtigen Sturm zu sich in den Himmel holen wollte.

Elija verließ Gilgal und Elischa schloss sich ihm an.

2Elija sagte zu ihm: »Bleib doch hier! Der HERR schickt mich nach Bet-El.«

Aber Elischa erwiderte: »So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite!«

So gingen sie miteinander nach Bet-El.

3Die Propheten der dortigen Prophetengemeinschaft kamen zu Elischa heraus und fragten ihn: »Weißt du, dass der HERR dir heute deinen Lehrer wegnehmen und ihn zu sich holen wird?«

»Ich weiß es«, sagte Elischa, »erinnert mich nicht daran!«

4Wieder sagte Elija zu Elischa: »Bleib hier! Der HERR schickt mich nach Jericho.«

Aber Elischa antwortete auch diesmal: »So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite!«

So kamen die beiden nach Jericho.

5Die Propheten der dortigen Prophetengemeinschaft machten sich an Elischa heran und fragten: »Weißt du, dass der HERR dir heute deinen Lehrer wegnehmen und ihn zu sich holen wird?«

Und wieder antwortete er: »Ich weiß es; erinnert mich nicht daran!«

6Zum dritten Mal bat ihn Elija: »Bleib doch hier! Der HERR schickt mich an den Jordan.«

Aber Elischa erwiderte: »So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite!«

So gingen die beiden miteinander.

7Fünfzig Propheten folgten ihnen bis an den Jordan und blieben in einiger Entfernung stehen.

8Elija rollte seinen Mantel zusammen und schlug damit auf das Wasser. Da teilte es sich und beide gingen trockenen Fußes durch den Fluss.

9Am anderen Ufer sagte Elija zu Elischa: »Was kann ich noch für dich tun, bevor der HERR mich von dir wegholt?«

Elischa bat: »Ich möchte den Anteil des Erstgeborenen von deinem Geist erben und deinen Auftrag weiterführen.«

10Elija antwortete: »Du verlangst mehr, als in meiner Macht steht. Wenn der HERR es dich sehen lässt, wie er mich von dir wegholt, wird deine Bitte erfüllt werden, sonst nicht.«

11Während sie so im Gehen miteinander redeten, kam plötzlich ein Streitwagen aus Feuer mit Pferden aus Feuer und trennte sie voneinander, und Elija fuhr in einem gewaltigen Sturm in den Himmel.

12aElischa sah es und rief: »Mein Vater, mein Vater! Du warst Israels Streitwagen und sein Lenker!«

Gott bestätigt Elischa als Elijas Nachfolger

12bAls Elischa ihn nicht mehr sehen konnte, zerriss er sein Obergewand mittendurch.

13Er hob den Mantel Elijas auf, der zu Boden gefallen war, und kehrte an den Jordan zurück.

14Genau wie Elija schlug er damit auf das Wasser und rief: »Wo ist der HERR, der Gott Elijas?« Da teilte sich das Wasser und Elischa ging trockenen Fußes durch den Fluss.

15Die Propheten aus Jericho hatten ihm vom anderen Ufer aus zugesehen und riefen: »Der Geist Elijas hat sich auf Elischa niedergelassen!« Sie liefen ihm entgegen, warfen sich vor ihm nieder

16und sagten: »Wir sind fünfzig kräftige Männer und stehen zu deiner Verfügung. Sollen wir nicht ausschwärmen und deinen Lehrer suchen? Vielleicht hat der Geist des HERRN ihn gepackt und auf irgendeinen Berg oder in eine Schlucht geworfen.«

»Nein, lasst das!«, sagte Elischa.

17Aber sie setzten ihm so lange zu, bis er einwilligte. Die fünfzig suchten drei Tage lang und fanden Elija nicht.

18Als sie zu Elischa nach Jericho zurückkehrten, sagte er zu ihnen: »Habe ich euch nicht gleich gesagt, dass ihr nicht zu suchen braucht?«

Elischas Wort bringt Leben und Tod

19Die Bürger von Jericho kamen zu Elischa und sagten: »Herr, wie du siehst, hat unsere Stadt eine ausgezeichnete Lage. Nur das Wasser ist schlecht; es verursacht Fehlgeburten bei Menschen und Tieren.«

20»Bringt mir eine Schale, eine ganz neue«, befahl Elischa, »und füllt sie mit Salz!« Als sie ihm die Schale gebracht hatten,

21ging er damit vor die Stadt zu der Wasserquelle und schüttete das Salz hinein mit den Worten: »So spricht der HERR: 'Ich mache dieses Wasser wieder gesund; es wird niemand mehr den Tod bringen und keine Fehlgeburten mehr verursachen.'«

22Seitdem ist das Wasser in Ordnung, bis heute, genau wie Elischa es gesagt hat.

23Von Jericho ging Elischa hinauf ins Bergland nach Bet-El. Da kam aus der Stadt eine Horde Jungen, die machten sich über ihn lustig und riefen von oben herab: »Komm zu uns herauf, Glatzkopf! Komm zu uns herauf, Glatzkopf!«

24Elischa schaute sich um, und als er sie erblickte, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Im selben Augenblick kamen zwei Bären aus dem Dickicht und zerrissen zweiundvierzig von ihnen.

25Von Bet-El wanderte Elischa weiter zum Berg Karmel, dann kehrte er nach Samaria zurück.


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