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Israels Wiederannahme nach dem Gericht

21Die Israeliten werden einmal so zahlreich werden wie der Sand am Meer, der sich weder zählen noch mit dem Hohlmaß messen lässt. Sie, zu denen der HERR gesagt hatte: »Ihr seid nicht mein Volk«, werden dann »Söhne des lebendigen Gottes« genannt werden.

2Die Leute von Juda und die Leute von Israel werden aus dem ganzen Land zusammenkommen und sich ein gemeinsames Oberhaupt wählen. Sie werden das Land bedecken wie Gras, das aus dem Boden sprießt. Das wird ein großer Tag sein, wenn geschieht, was der Name Jesreel bedeutet: »Gott sät«.

3Sagt zu euren Brüdern »Mein Volk!« und zu euren Schwestern »Es gibt Erbarmen!«

Gott zieht das treulose Israel zur Rechenschaft

4»Erhebt Anklage gegen eure Mutter Israel!«, sagt der HERR. »Klagt sie an! Denn sie hat so gehandelt, dass sie nicht mehr meine Frau sein kann und ich nicht mehr ihr Mann. Sie soll die Zeichen ihrer Hurerei aus ihrem Gesicht und von ihrer Brust entfernen, alles, was daran erinnert, dass sie mir die Treue gebrochen hat.

5Sonst werde ich ihr alle Kleider nehmen, sodass sie nackt und bloß ist wie am Tag ihrer Geburt. Ich mache sie zu einer Wüste, zum wasserlosen Land; ich lasse sie verdursten.

6Mit ihren Kindern habe ich kein Erbarmen, weil sie Kinder einer Hure sind.

7Ihre Mutter hat es mit anderen Männern getrieben und gesagt: 'Ich laufe meinen Liebhabern nach. Sie geben mir, was ich brauche: Brot und Wasser, Wolle und Flachs, Öl und Wein.'

8Darum versperre ich ihr den Weg mit Dornengestrüpp und verbaue ihn mit einer Mauer.

9Wenn sie dann ihren Liebhabern nachläuft, kann sie sie nicht erreichen; sie sucht sie, aber kann sie nicht finden. Dann wird sie sagen: 'Ich will zu meinem ersten Mann zurückkehren. Bei ihm ging es mir besser!'

10Sie wollte nicht wahrhaben, dass ich es gewesen bin, der ihr Korn, Wein und Öl gab. Mit Silber und Gold habe ich sie überhäuft – und sie hat es zu ihrem Baal getragen!

11Darum nehme ich mein Korn und meinen Wein wieder an mich, gerade dann, wenn sie die Ernte einbringen will. Ich nehme ihr meine Wolle und meinen Flachs, sodass sie nichts mehr anzuziehen hat.

12Ich stelle sie nackt vor ihren Liebhabern an den Pranger und keiner von ihnen kann sie aus meiner Hand befreien.

13Ich mache all ihren Freudenfesten ein Ende, den Feiern am Neumond und am Sabbat und den großen Festen im Jahreslauf.

14Ich vernichte ihre Weinstöcke und Feigenbäume, von denen sie sagte: 'Das ist der Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben!' Die Pflanzungen lasse ich verwildern; was noch wächst, wird vom Wild abgefressen.

15So bestrafe ich sie dafür, dass sie ihren Liebhabern, den Baalen, nachgelaufen ist, dass sie ihnen Opfer dargebracht und sich für sie mit Ohrringen und Halsketten geschmückt hat – und mich hat sie vergessen! Das sage ich, der HERR.«

Gottes Treue überwindet Israels Untreue

16»Dann aber will ich selbst sie umwerben. Ich werde sie in die Wüste bringen und ihr zu Herzen reden.

17Dort wird sie meine Liebe erwidern wie damals, als sie jung war, als sie aus Ägypten kam. Danach werde ich sie zurückbringen und ihr die Weinberge wiedergeben, und das Achor-Tal, das 'Unglückstal', soll zu einem Tor der Hoffnung werden.

18Wenn das geschieht, wirst du mich deinen Mann nennen – sagt der HERR zu Israel – und nicht mehr deinen Baal.

19Ich werde dich dazu bringen, dass du das Wort Baal nie mehr in den Mund nimmst.

20Und ich werde mit dem Wild, den Vögeln und allen anderen Tieren eine Übereinkunft treffen, dass sie dir keinen Schaden mehr tun. Ich zerbreche alle Kriegswaffen und entferne sie aus deinem Land, sodass du in Frieden und Sicherheit leben kannst.

21Ich schließe die Ehe mit dir für alle Zeiten; mein Brautgeschenk für dich sind meine Hilfe und mein Schutz, meine Liebe, mein Erbarmen

22und meine unwandelbare Treue. Du wirst erkennen, wer ich bin – ich, der HERR.

23Zu jener Zeit – sagt der HERR – werde ich die Bitten des Himmels erhören und der Himmel die Bitten der Erde.

24Die Erde wird die Bitten von Korn, Wein und Öl erhören und Korn, Wein und Öl die Bitten von Jesreel.

25Ich will dich, Israel, wieder in dein Land einsäen. War dein Name zuvor 'Kein Erbarmen', so werde ich mich jetzt über dich erbarmen. Warst du zuvor 'Nicht mein Volk', so sage ich jetzt zu dir: 'Du bist mein Volk', und du antwortest: 'Du bist mein Gott!'«


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