Kapitel 21

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AUSEINANDERSETZUNGEN IN JERUSALEM (Kapitel 21–23)

Jesus zieht in Jerusalem ein

211Kurz vor Jerusalem kamen sie zu der Ortschaft Betfage am Ölberg. Dort schickte Jesus zwei Jünger fort

2mit dem Auftrag: »Geht in das Dorf da drüben! Gleich am Ortseingang findet ihr eine Eselin und ihr Junges angebunden. Bindet beide los und bringt sie zu mir!

3Und wenn jemand etwas sagt, dann antwortet: 'Der Herr braucht sie.' Dann wird man sie euch sofort geben.«

4Damit sollte in Erfüllung gehen, was der Prophet angekündigt hatte:

5»Sagt der Zionsstadt:

Dein König kommt jetzt zu dir!

Er verzichtet auf Gewalt.

Er reitet auf einem Esel

und auf einem Eselsfohlen,

dem Jungen eines Lasttiers.«

6Die beiden Jünger gingen hin und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.

7Sie brachten die Eselin und ihr Junges und legten ihre Kleider darüber, und Jesus setzte sich darauf.

8Viele Menschen aus der Menge breiteten ihre Kleider als Teppich auf die Straße, andere rissen Zweige von den Bäumen und legten sie auf den Weg.

9Die Menschenmenge, die Jesus vorauslief und ihm folgte, rief immer wieder: »Gepriesen sei der Sohn Davids! Heil dem, der im Auftrag des Herrn kommt! Gepriesen sei Gott in der Höhe!«

10Als Jesus in Jerusalem einzog, geriet alles in helle Aufregung. »Wer ist dieser Mann?«, fragten die Leute in der Stadt.

11Die Menge, die Jesus begleitete, rief: »Das ist der Prophet Jesus aus Nazaret in Galiläa!«

Jesus im Tempel

12Jesus ging in den Tempel und trieb alle Händler und Käufer hinaus. Er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um

13und sagte zu ihnen: »In den Heiligen Schriften steht, dass Gott erklärt hat: 'Mein Tempel soll eine Stätte sein, an der die Menschen zu mir beten können!' Ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!«

14Dann kamen dort im Tempel Blinde und Gelähmte zu ihm, und er heilte sie.

15Die führenden Priester und die Gesetzeslehrer sahen die Wunder, die Jesus tat, und sie hörten, wie die Kinder im Tempel laut riefen: »Gepriesen sei der Sohn Davids!« Da wurden sie wütend

16und fragten Jesus: »Hörst du, was die da rufen?«

Jesus sagte zu ihnen: »Gewiss! Habt ihr denn nie gelesen, was in den Heiligen Schriften steht: 'Du, Gott, sorgst dafür, dass die Unmündigen und die kleinen Kinder dich preisen'?«

17Damit ließ er sie stehen, ging aus der Stadt hinaus und übernachtete in Betanien.

Der Feigenbaum: Vorzeichen des Gerichts über Israel. Aufruf zum Vertrauen

18Früh am nächsten Morgen kehrte Jesus nach Jerusalem zurück. Unterwegs bekam er Hunger.

19Als er einen Feigenbaum am Straßenrand sah, ging er hin; aber er fand nichts als Blätter daran. Da sagte er zu dem Baum: »Du sollst niemals mehr Frucht tragen!« Und sofort verdorrte der Baum.

20Voller Staunen sahen es die Jünger und fragten: »Wie konnte der Baum so plötzlich verdorren?«

21Jesus antwortete ihnen: »Ich versichere euch: Wenn ihr Vertrauen zu Gott habt und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur tun, was ich mit diesem Feigenbaum getan habe. Ihr könnt dann sogar zu diesem Berg sagen: 'Auf, stürze dich ins Meer!', und es wird geschehen.

22Wenn ihr nur Vertrauen habt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr Gott bittet.«

Woher hat Jesus die Vollmacht?

23Jesus ging wieder in den Tempel. Während er dort die Menschen lehrte, traten die führenden Priester und die Ältesten des Volkes an ihn heran und fragten: »Woher nimmst du das Recht, hier so aufzutreten? Wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?«

24Jesus antwortete: »Auch ich will euch eine Frage stellen. Wenn ihr sie mir beantwortet, werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich so handle.

25Sagt mir: Woher hatte der Täufer Johannes den Auftrag, zu taufen? Von Gott oder von Menschen?«

Sie überlegten: »Wenn wir sagen 'Von Gott', wird er uns fragen: Warum habt ihr dann Johannes nicht geglaubt?

26Wenn wir aber sagen 'Von Menschen', dann haben wir die Menge gegen uns, weil alle überzeugt sind, dass Johannes ein Prophet war.«

27So sagten sie zu Jesus: »Wir wissen es nicht.«

»Gut«, erwiderte Jesus, »dann sage ich euch auch nicht, wer mich bevollmächtigt hat.«

Das Gleichnis von den beiden Söhnen

28Dann sagte Jesus: »Was meint ihr zu folgender Geschichte? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er sagte zu dem einen: 'Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!'

29'Ich will nicht', erwiderte der Sohn; später aber überlegte er es sich und ging doch.

30Dasselbe sagte der Vater auch zu seinem anderen Sohn. 'Ja, Herr', antwortete der, ging aber nicht.

31Wer von den beiden hat nun nach dem Willen des Vaters gehandelt?«

»Der Erste«, antworteten sie.

Da sagte Jesus: »Ich versichere euch: Die Zolleinnehmer und die Prostituierten werden eher in die neue Welt Gottes kommen als ihr.

32Der Täufer Johannes ist gekommen und zeigte euch, was ihr jetzt tun müsst, um Gottes Willen zu erfüllen; aber ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zolleinnehmer und die Prostituierten haben ihm geglaubt! Aber ihr – nicht einmal als ihr das saht, habt ihr euch besonnen und ihm Glauben geschenkt.«

Das Gleichnis von den bösen Weinbergspächtern

33»Hört ein anderes Gleichnis:

Ein Grundbesitzer legte einen Weinberg an, machte einen Zaun darum, baute eine Weinpresse und errichtete einen Wachtturm. Dann verpachtete er den Weinberg und verreiste.

34Zur Zeit der Weinlese schickte er seine Boten zu den Pächtern, um den Ertrag abholen zu lassen.

35Die Pächter aber packten die Boten, verprügelten den einen, schlugen einen anderen tot, und wieder einen anderen steinigten sie.

36Noch einmal schickte der Besitzer Boten, mehr als beim ersten Mal; doch mit denen machten sie es genauso.

37Schließlich schickte er seinen Sohn, weil er dachte: 'Vor meinem Sohn werden sie Respekt haben.'

38Aber als die Pächter den Sohn kommen sahen, sagten sie zueinander: 'Das ist der Erbe! Wir bringen ihn um und nehmen seine Erbschaft, den Weinberg, in Besitz.'

39So packten sie ihn, stießen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn.

40Was wird nun der Besitzer des Weinbergs mit den Pächtern machen, wenn er selbst kommt?«, fragte Jesus.

41Sie sagten: »Er wird diesen Verbrechern ein schreckliches Ende bereiten und den Weinberg anderen anvertrauen, die ihm zur Erntezeit seinen Ertrag pünktlich abliefern!«

42Jesus sagte zu ihnen: »Ihr habt ja wohl gelesen, was in den Heiligen Schriften steht:

'Der Stein, den die Bauleute als wertlos weggeworfen haben,

ist zum Eckstein geworden.

Der Herr hat dieses Wunder vollbracht,

und wir haben es gesehen.'

43Darum sage ich euch: Das Vorrecht, Gottes Volk unter Gottes Herrschaft zu sein, wird euch entzogen. Es wird einem Volk gegeben, das tut, was dieser Berufung entspricht.

44Wer auf diesen Stein stürzt, wird zerschmettert, und auf wen er fällt, den zermalmt er.«

45Die führenden Priester und die Pharisäer merkten, dass die beiden Gleichnisse auf sie gemünzt waren.

46Sie hätten Jesus gerne festgenommen, wagten es aber nicht, weil die Menge ihn für einen Propheten hielt.


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