211Als Joschafat starb, wurde er neben seinen Vorfahren in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Joram wurde sein Nachfolger.

König Joram

2Joram hatte mehrere Brüder: Asarja, Jehiël, Secharja, Asarja, Michael und Schefatja. Sie alle waren Söhne von König Joschafat.

3Ihr Vater schenkte ihnen viel Gold, Silber und andere Kostbarkeiten; außerdem gab er ihnen befestigte Städte in Juda. Die Königswürde aber übertrug er Joram, weil dieser der erste Sohn war.

4Als Joram anstelle seines Vaters König geworden war und die Herrschaft fest in der Hand hatte, ließ er alle seine Brüder töten und auch einige von den führenden Männern.

5Joram war 32 Jahre alt, als er König wurde, und regierte acht Jahre lang in Jerusalem.

6Er tat, was dem HERRN missfällt, und folgte damit dem schlechten Beispiel der Könige von Israel, vor allem der Familie von König Ahab, mit dessen Tochter er verheiratet war.

7Der HERR wollte aber trotz allem das Königshaus Davids nicht ausrotten, weil er mit David einen Bund geschlossen und ihm versprochen hatte, dass das Licht in seinem Königshaus nicht verlöschen und immer einer seiner Nachkommen in Jerusalem König sein sollte.

8Während der Regierungszeit Jorams sagten sich die Edomiter von der Oberherrschaft Judas los und setzten einen eigenen König ein.

9Joram zog darauf mit seinen Truppenführern und mit allen seinen Streitwagen nach Edom. Zwar konnten die Edomiter ihn und seine Wagen umzingeln, aber in der Nacht schlug er gegen sie los und besiegte sie.

10Trotzdem ist Edom seit damals von Juda unabhängig geblieben.

Zur gleichen Zeit befreite sich auch die Stadt Libna von der Oberherrschaft Judas. Das alles geschah, weil Joram sich vom HERRN, dem Gott seiner Vorfahren, abgewandt hatte.

11Joram richtete sogar auf den Bergen von Juda Opferstätten ein und verleitete so die Bewohner von Jerusalem und Juda dazu, dem HERRN untreu zu werden.

12Damals erhielt Joram einen Brief von dem Propheten Elija. Darin stand:

»So spricht der HERR, der Gott deines Ahnherrn David: 'Du bist nicht auf dem Weg geblieben, den dein Vater Joschafat und dein Großvater Asa gegangen sind.

13Stattdessen bist du dem schlechten Beispiel der Könige von Israel gefolgt. Du bist dem HERRN genauso untreu geworden wie das Königshaus Ahabs und hast auch die Leute von Juda und Jerusalem zur Untreue gegen Gott verführt. Deine eigenen Brüder, die besser waren als du, hast du getötet.

14Darum wird der HERR hart zuschlagen; seine Strafe wird dein Volk, deine Söhne und Frauen und deinen ganzen Besitz treffen.

15Du selbst wirst schwer krank werden und lange leiden müssen, bis dir zuletzt die Eingeweide aus dem Leib fallen.'«

16Der HERR gab den Philistern und den Araberstämmen, die neben den Kuschitern wohnten, in den Sinn, Joram anzugreifen.

17Sie rückten gegen Juda heran, drangen in das Land ein und nahmen allen Besitz mit, der sich im Königspalast befand. Sie verschleppten auch Jorams Frauen und Söhne. Nur der jüngste, Joahas, blieb übrig.

18Dann ließ der HERR den König selbst krank werden. Es war eine unheilbare Krankheit in seinen Eingeweiden,

19die sich lange hinzog. Nach zwei Jahren traten die Eingeweide heraus und er starb unter furchtbaren Schmerzen. Das Volk hatte beim Tod seiner Vorgänger immer ein großes Feuer zu ihren Ehren angezündet; bei ihm unterließ man es.

20Joram war mit 32 Jahren König geworden und hatte acht Jahre lang in Jerusalem regiert. Er starb, ohne dass jemand um ihn trauerte. Er wurde zwar in der Davidsstadt bestattet, aber nicht an der Seite der früheren Könige.


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