Die Signaltrompeten

101Der HERR sagte zu Mose:

2»Lass zwei Trompeten aus getriebenem Silber anfertigen. Mit ihnen sollst du die Gemeinde zusammenrufen und auch das Zeichen zum Aufbruch geben.

3Wenn beide Trompeten geblasen werden, muss sich die ganze Gemeinde bei dir am Eingang des Heiligen Zeltes versammeln.

4Wird nur eine Trompete geblasen, müssen die Oberhäupter der Stämme zu dir kommen.

5Wenn mit den Trompeten geschmettert wird, müssen die Stämme aus dem Lager aufbrechen, beim ersten Zeichen die auf der Ostseite des Heiligen Zeltes,

6beim zweiten Zeichen die auf der Südseite.

Schmettern ist das Signal zum Aufbruch,

7während gewöhnliche Töne zur Versammlung rufen.

8Die Trompeten sollen von den Söhnen Aarons, den Priestern, geblasen werden. Diese Regeln gelten auch für alle eure Nachkommen.

9Wenn später einmal Feinde in euer Land einfallen und ihr gegen sie in den Kampf zieht, dann müsst ihr mit den Trompeten schmettern. Dann werde ich, der HERR, euer Gott, an euch denken und euch vor euren Feinden retten.

10Auch bei freudigen Anlässen, wenn ihr Festtage oder den Monatsanfang begeht und mir dabei Brand- und Mahlopfer darbringt, sollt ihr die Trompeten blasen. Dann werde ich an euch denken, denn ich bin der HERR, euer Gott.«

VOM BERG SINAI BIS AN DIE GRENZE DES LANDES (Kapitel 10–14)

Der Aufbruch des Volkes vom Berg Sinai

11Am 20. Tag des 2. Monats – es war das zweite Jahr nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten – erhob sich die Wolke vom Heiligen Zelt, der Wohnstätte des Bundesgesetzes.

12Da brachen die Israeliten aus der Wüste Sinai auf. Die Wolke führte sie bis zur Wüste Paran; dort ließ sie sich nieder.

13Zum ersten Mal vollzog sich damals der Aufbruch nach der Ordnung, die der HERR durch Mose vorgeschrieben hatte.

14-16An der Spitze ging die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Juda. Zu ihr gehörten außer Juda noch Issachar und Sebulon; die Anführer dieser drei Stämme waren Nachschon, Netanel und Eliab.

17Nachdem die Wohnung des HERRN abgebaut war, folgten ihnen die Leviten der Gruppen Gerschon und Merari, die die Bestandteile des Zeltes zu tragen hatten.

18-20Danach kam die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Ruben, zu der noch Simeon und Gad gehörten; die Anführer dieser drei Stämme waren Elizur, Schelumiël und Eljasaf.

21Ihnen folgten die Leviten der Gruppe Kehat, die die heiligen Geräte zu tragen hatten. Bis sie im neuen Lager ankamen, sollte die Wohnung schon wieder aufgebaut sein.

22-24Hinter ihnen zog die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Efraïm, zu der auch Manasse und Benjamin gehörten; die Anführer dieser drei Stämme waren Elischama, Gamliël und Abidan.

25-27Die Nachhut bildete die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Dan, zu der noch Ascher und Naftali gehörten; die Anführer dieser drei Stämme waren Ahiëser, Pagiël und Ahira.

28Nach dieser Ordnung brach das Volk Israel regelmäßig aus dem Lager auf.

Gott selbst führt sein Volk

29Mose sagte zu Hobab, dem Sohn seines midianitischen Schwiegervaters Reguël: »Wir machen uns jetzt auf den Weg in das Land, das der HERR uns geben will. Geh mit uns! Dann geben wir dir einen Anteil an dem guten Land, das der HERR seinem Volk Israel zugesagt hat.«

30Hobab erwiderte: »Ich möchte lieber in meine Heimat zurückkehren.«

31Aber Mose bat ihn: »Verlass uns doch nicht! Wir brauchen dich, weil du dich in der Wüste auskennst und weißt, wo geeignete Lagerplätze sind. Du musst uns den Weg zeigen!

32Wenn du mit uns kommst, wollen wir alles, was der HERR uns geben wird, mit dir teilen.«

33Die Israeliten machten sich auf den Weg und zogen vom Berg des HERRN aus drei Tagereisen weit. Die Bundeslade ging an der Spitze, um jedes Mal den Lagerplatz zu bestimmen.

34Unterwegs war bei Tag die Wolke des HERRN über ihnen.

35Immer wenn die Bundeslade aufgehoben wurde, sagte Mose: »Steh auf, HERR, damit deine Feinde vor dir fliehen und in alle Winde zerstieben!«

36Wenn sie abgesetzt wurde, sagte er: »Kehre zurück, HERR, zu den zahllosen Scharen Israels!«


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