Oktober 2018

Impuls zum Monatsspruch

Matthias Brender spricht über die Bibelstelle Psalm 38,10.

Unter der Last von Krankheit und Schuld

381Ein Lied Davids, um sich bei Gott in Erinnerung zu bringen.

2HERR, du bist zornig auf mich.

Aber nimm die Strafe von mir,

peinige mich nicht länger!

3Deine Pfeile bohren sich in mich hinein

und deine Hand drückt mich zu Boden.

4An meinem ganzen Körper

ist nichts Gesundes mehr zu sehen

und keins von meinen Gliedern ist heil.

Das ist deine Antwort auf meine Schuld;

du zeigst mir damit, wie sehr du mir zürnst!

5Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen;

sie wiegt zu schwer,

ich kann sie nicht mehr tragen.

6Ich war so töricht,

dich nicht ernst zu nehmen.

Darum eitern meine Wunden

und riechen widerlich.

7Gebeugt von Schmerzen,

zerschlagen und voll Kummer

schleppe ich mich von einem Tag zum andern.

8Tief in mir fühle ich das Fieber brennen,

am ganzen Körper ist kein heiler Fleck.

9Mit meiner Kraft bin ich völlig am Ende,

die Qual ist zu groß,

ich kann nur noch schreien.

10Du weißt, wonach ich mich sehne, Herr!

Du hast doch all mein Stöhnen gehört!

11Mein Herzschlag flattert,

meine Kraft ist fort,

selbst meine Augen versagen mir den Dienst.

12Die Freunde und Nachbarn meiden mich,

sie fürchten sich vor meinem Unglück.

Auch meine Nächsten sind nun fern von mir.

13Man will mir ans Leben, stellt mir Fallen;

man wünscht mir Unheil,

redet, was mir schadet,

verleumdet mich den ganzen Tag.

14Ich aber stelle mich taub, als hörte ich nichts,

mein Mund bleibt stumm, als könnte ich nicht reden.

15Ich bin wie einer, der nicht hören kann

und deshalb keine Antwort gibt.

16Denn ich verlasse mich auf dich,

mein Gott und Herr;

du wirst an meiner Stelle Antwort geben.

17Ich möchte nicht,

dass sie mein Unglück feiern,

dass sie sich überheben, wenn ich strauchle.

18Denn es fehlt nicht mehr viel zu meinem Sturz;

meine Schmerzen erinnern mich ständig daran.

19Ich gestehe es: Ich habe gesündigt.

Ich finde keine Ruhe wegen meiner Schuld.

20Doch meine Todfeinde sind stark und mächtig;

viele sind es, die mich grundlos hassen.

21Gutes vergelten sie mir mit Bösem,

sie feinden mich an, weil ich das Gute suche.

22HERR, lass mich nicht im Stich,

bleib nicht fern von mir, mein Gott!

23Komm, hilf mir bald, Herr, du mein Retter!


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