Der Eifer Gottes

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Soli Deo Gloria - Gott gehört alle Ehre. Diese Haltung begrüßt der Apostel Paulus in seinem zw...

Wegen Gott in Schmach und Schande

691Von David, zu singen nach der Melodie »Lilien«.

2Hilf mir, Gott!

Die Flut geht mir bis an die Kehle!

3Ich versinke im brodelnden Schlamm,

meine Füße finden keinen Halt.

Ich treibe ab in tiefes Wasser,

die Strömung reißt mich mit sich fort!

4Bis zur Erschöpfung habe ich geschrien,

meine Kehle ist davon ganz entzündet.

Meine Augen sind müde geworden

vom Ausschauen nach dir, meinem Gott!

5Viele hassen mich ohne jeden Grund,

zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf.

Meine Feinde verbreiten Lügen über mich,

sie sind mächtig und wollen mich vernichten.

Ich soll wieder herausgeben,

was ich gar nicht gestohlen habe!

6Gott, du weißt, wie unverständig ich war;

meine Schuld ist dir nicht verborgen.

7HERR, du Herrscher der Welt,

Gott Israels, du mächtiger Gott,

enttäusche nicht die, die mit dir rechnen!

Wenn sie sehen, dass du mir nicht hilfst,

könnten sie die Hoffnung verlieren.

8Weil ich zu dir gehöre,

werde ich geschmäht,

für dich erleide ich Schimpf und Schande.

9Meinen Verwandten bin ich ein Fremder geworden,

selbst meine Brüder kennen mich nicht mehr.

10Die Liebe zu deinem Haus –

sie verzehrt mich wie ein Feuer.

Die Schmähungen, mit denen man dich lästert,

sie treffen mich.

11Ich weine und versage mir das Essen,

doch dafür ernte ich nichts als Hohn.

12Ich gehe im Sack umher

und werde dafür nur ausgelacht.

13Dort, wo die Leute zusammenkommen,

bin ich der Anlass für ihren Klatsch

und für die Spottlieder betrunkener Zecher.

14Doch ich bete zu dir, HERR!

Hilf mir in der Stunde, die du bestimmst!

Du bist so reich an Güte,

darum erhöre mich!

Du bist doch der Retter, auf den Verlass ist.

15Lass mich nicht im Schlamm versinken,

zieh mich heraus!

Rette mich vor denen, die mich hassen!

Zieh mich heraus aus dem tiefen Wasser!

16Sonst treibt die Strömung mich fort,

der Abgrund verschlingt mich,

die Grube schließt sich über mir!

17Erhöre meine Bitte, HERR,

denn deine Güte tut mir wohl;

wende dich mir zu in deinem Erbarmen!

18Ich bin doch dein Diener,

verbirg dich nicht länger vor mir!

Ich bin voller Angst, erhöre mich bald!

19Komm zu mir, befreie und rette mich,

damit meine Feinde schweigen müssen!

20Du weißt, wie man mich verhöhnt,

mich entehrt und mit Schande überschüttet;

alle meine Gegner stehen dir vor Augen.

21Die Schmach bricht mir das Herz,

ich bin zutiefst verwundet.

Ich habe auf Mitgefühl gewartet,

doch niemand hat es mir erwiesen.

Ich habe einen gesucht, der mich tröstet,

und keinen Einzigen gefunden.

22Statt Nahrung haben sie mir Gift gereicht,

mir Essig angeboten,

um meinen Durst zu löschen.

23Ihre Opfergelage

sollen ihnen zum Fallstrick werden,

der sie ins Verderben bringt,

sie und alle ihre Tischgenossen!

24Lass sie blind werden

und nichts mehr sehen,

mach sie für immer kraftlos und krank!

25Schütte deinen Zorn über sie aus,

hole sie ein mit der Glut deines Grimms!

26Ihr Lagerplatz soll verwüstet werden,

mach ihre Zelte menschenleer!

27Denn erbarmungslos jagen sie mich,

den deine Strafe doch schon getroffen hat,

und sie reden gern von den Schmerzen derer,

denen du Wunden geschlagen hast.

28Rechne ihnen jede Verfehlung an

und erkläre sie nicht für gerecht!

29Streiche ihre Namen aus dem Buch des Lebens,

damit sie nicht eingeschrieben sind

mit denen, die in Treue zu dir halten.

30Ich selbst bin arm

und von Schmerzen geplagt;

durch deine Hilfe, Gott,

bring mich in Sicherheit!

31Dann kann ich dich preisen

mit meinem Lied

und deine Größe verkünden

durch meinen Dank.

32Das ist dir lieber,

als wenn ich ein Rind für dich schlachte,

dir einen starken Stier als Opfer bringe.

33Die Unterdrückten werden es sehen

und sie werden sich freuen.

Ihr alle, die ihr nach Gott fragt:

Neuer Mut soll eure Herzen erfüllen!

34Denn der HERR hört das Rufen der Hilflosen,

er lässt die Seinen nicht im Stich,

wenn sie gefangen sind.

35Himmel und Erde sollen ihn preisen,

die Meere und alles, was darin lebt!

36Denn der HERR wird den Zionsberg befreien

und die Städte in Juda wieder aufbauen.

Sein Volk wird wieder dort wohnen

und das Land besitzen.

37Die Kinder seiner Diener werden es erben,

und alle, die den HERRN lieben,

werden dort wohnen.


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