Christliches Fasten bedeutet, auf Essen und anderes zu verzichten, um innerlich frei zu werden, damit Gott Dich neu füllen kann. Erfahre hier die Hintergründe und wie Du das auch für dich erleben kannst.
Heilfasten, Intervallfasten, therapeutisches Fasten, Ramadan, Rohsaftkuren oder die klassische Fastenzeit – die Formen des Fastens sind heute so vielfältig wie die Gründe dafür. Aber nicht immer hat das etwas mit Religion, Glaube oder Tradition zu tun. Im Mittelpunkt stehen oft Themen wie Detox, also Entgiftung, oder kurze Fokus-Diäten, zum Beispiel der Verzicht auf Fleisch oder Milchprodukte. Diese Art des modernen Fastens dreht sich um das Thema Gesundheit, Gewichtsverlust und den Glow-Effekt, der einer disziplinierten Verzichtsphase folgt.
Doch bei christlichen Fasten geht es um weit mehr als schöner, gesünder und fitter zu werden:
Fasten im Christentum – eine Einführung
Die christliche Fastentradition reicht Tausende von Jahren zurück, bis in die Zeit des Alten Testaments. Schon Mose fastete 40 Tage auf dem Berg Sinai, und die Propheten riefen das Volk Israel immer wieder zum Fasten auf. Jesus selbst fastete 40 Tage in der Wüste, bevor er sein öffentliches Wirken begann.
Wenn wir an Fasten denken, haben wir oft Hunger und Verzicht im Kopf. Doch im christlichen Kontext ist Fasten vor allem eine Herzensangelegenheit. Es ist die bewusste Entscheidung, für eine bestimmte Zeit auf Nahrung oder andere Konsumgüter zu verzichten, um den Fokus voll und ganz auf die Beziehung zu Jesus Christus zu richten.
Dabei ist Fasten im Christentum keine starre Pflicht, sondern eine freiwillige Möglichkeit, die bei Katholiken, Orthodoxe, Protestanten und Freikirchen zu unterschiedlichen Fastentraditionen führte.
Warum fasten Christen – der Grund
Christen geht es beim Fasten also nicht darum, sich selbst und anderen zu beweisen, wie diszipliniert und fromm sie sind. Jesus hat in der Bibel auch 40 Tage in der Wüste gefastet. Auch er tat es nicht, weil es gerade angesagt war, sondern weil er sich vorbereiten wollte und seinen Blick schärfen wollte auf etwas Bedeutendes. Und genau das ist der Kern: Man lässt bewusst etwas los, das sonst Raum einnimmt. Nicht, weil es grundsätzlich schlecht wäre, sondern um zu prüfen, was wirklich nötig ist. Es geht darum, wieder klarer wahrzunehmen: sich selbst, andere und Gott.
Durch Verzicht kann die Beziehung zu Jesus vertieft werden.
Zudem ist Fasten ein Akt der Buße und Umkehr. Es geht darum, sich von Dingen zu lösen, die zwischen Dir und Gott stehen könnten, und sich bewusst neu auszurichten. Viele Christen erleben das Fasten als eine Zeit der inneren Reinigung, in der alte Muster aufbrechen und neue geistliche Perspektiven entstehen.
Nicht zuletzt ist das Fasten auch ein Zeichen der Solidarität – mit Christus, der gelitten hat, und mit Menschen weltweit, die Hunger leiden. Es erinnert Dich daran, dankbar zu sein für das, was Du hast, und sensibilisiert Dich für die Bedürfnisse anderer.
Wann fasten Christen – die Zeit
Wann Christen fasten, hat sich im Lauf der Geschichte deutlich verändert.
In der frühen Kirche war das Fasten vor allem eine 40-tägige Vorbereitung auf die Taufe zu Ostern, den Tag, an dem man offiziell Christ wurde. Taufbewerber lernten den Glauben kennen, beteten und fasteten als Zeichen der inneren und äußeren Reinigung.
Getaufte hatten feste Fasttage: Mittwoch und Freitag. Laut der Didache, einer Kirchenordnung aus dem 2. Jahrhundert, sollten Christen mittwochs fasten, weil Jesus verraten wurde, und freitags, weil er gestorben ist. Im Mittelalter wurde das Ganze dann richtig streng. Da gab es teilweise über 130 Fastentage im Jahr. Vor Ostern, vor Weihnachten und anderen großen Feiertagen und zweimal die Woche.
Heute ist das entspannter. Man kann grundsätzlich egal wann im Jahr fasten, aber wenn man nun vom Fasten spricht, meint man meist die 40 Tage vor Ostern. Die „Fastenzeit“ oder „Passionszeit“ genannten Wochen beginnen am Aschermittwoch direkt nach Fasching und enden am Karsamstag. In den Ostkirchen beginnt das Fasten bereits am „Reinen Montag“ und ist oft strenger. Die katholische Kirche verpflichtet zum Fasten heute nur noch an Aschermittwoch und Karfreitag. An anderen Freitagen wird empfohlen, auf Fleisch zu verzichten. In der evangelischen Kirche gibt’s keine festen Fastenregeln, aber viele machen freiwillig mit bei Aktionen wie „7 Wochen ohne“.
Warum fasten Christen sonntags nicht
Und für alle, die nun zum Kalender greifen und die Tage zählen, die bemerken rasch, dass das mit den vierzig Tagen nicht ganz stimmt. Oder doch?
Wenn Du genau hinschaust, merkst Du, dass zwischen Aschermittwoch und Karsamstag eigentlich 46 Tage liegen und nicht 40. Das Abzählen der vierzig Fastentage erfolgt ohne den Sonntag. Denn am Sonntag fasten Christen nicht. Im Christentum ist der Sonntag der Tag, an dem Jesus auferstanden ist. Schon die ersten Christen haben ihn wie ein kleines Osterfest gefeiert. Und genau deshalb wird an Sonntagen nicht gefastet. Sie unterbrechen die Fastenzeit nicht, sondern gehören auf ihre eigene Weise dazu: als wöchentliche Erinnerung daran, worauf alles hinausläuft. Die Fastenzeit ist eine Vorbereitung auf Ostern und jeder Sonntag mittendrin ist wie ein kleiner Vorgeschmack auf das große Fest der Auferstehung.
Praktische Anleitung: Wie geht fasten
Fasten im biblischen Sinn ist mehr als der Verzicht auf Essen. Es ist eine Einladung, sich innerlich neu auszurichten auf Gott, auf Gerechtigkeit, auf Mitgefühl. Jesaja 58 macht deutlich: Gott geht es nicht um leere Rituale, sondern um ein Fasten, das das Herz verändert und sich im Handeln zeigt.
- Starte mit einer ehrlichen Frage an dich selbst
Was soll sich in mir verändern? Wo bin ich hart geworden, bequem, gleichgültig? Was könnte einer tieferen Verbindung mit Jesus im Weg stehen? Was lenkt mich ab? Fasten beginnt nicht mit dem Einkaufszettel, sondern damit sich und seine Gewohnheiten ehrlich zu hinterfragen. - Verzichte bewusst, aber nicht nur äußerlich
Du kannst auf Essen verzichten, Süßes, Alkohol, Medien oder andere Gewohnheiten. Oder du verzichtest auf Social Media. Ein Bekannter hatte plötzlich viel mehr Zeit mit Gott, als er aufhörte, die Fußball-Bundesliga zu verfolgen. Und wie ist es bei Dir? Was sind deine Zeitfresser, mit welchen “belanglosen” Dingen verplempert du dein Leben.
Vielleicht lohnt sich die Frage: Wovon soll mein Herz fasten? Von Ungeduld? Von Stolz? Von Gleichgültigkeit gegenüber anderen? Wenn du zum Beispiel auf Ungedud fasten willst, dann versuche dir abzugewöhnen, auf jeden Anflug von Ungeduld mit einem Gebet zu reagieren. - Mach es nicht zur Show
Jesus sagt in der Bergpredigt, dass Du nicht fasten sollst, um gesehen zu werden. Es geht nicht darum, vor anderen zu beweisen, wie diszipliniert Du bist. Du musst niemandem beweisen, dass Du fastest. Es geht um Deine Beziehung zu Gott und nicht um Applaus von anderen. - Lass dich verändern
Fasten ist kein religiöser Kraftakt. Es ist eine Einladung, dass Du schaust, wo genau Gott in deinem Leben ist. Wenn du Dich darauf einlässt, kann diese Zeit Dich verändern und durch dich auch die Welt um dich herum.

Fasten in der Bibel
Fasten ist keine Erfindung der Neuzeit. Auch in der Bibel ist es ein wiederkehrendes Thema.
Im Alten Testament fasten Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen. Mose verbringt 40 Tage auf dem Berg Sinai, bevor er die Zehn Gebote empfängt – eine Zeit der intensiven Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott (2. Mose 34,28; 5. Mose 9,9). David fastet aus tiefer Trauer, als sein Sohn krank ist (2. Samuel 12,16–18). Nehemia fastet, weil ihn der Zustand Jerusalems erschüttert (Nehemia 1,4). Und die Menschen in Ninive? Die fasten alle gemeinsam, als sie erkennen, wie weit sie sich von Gott entfernt haben. Ihre Umkehr bewegt Gott schließlich dazu, ihnen Gnade zu schenken (Jona 3,5–10).
Fasten ist also nicht einfach nur Verzicht. Es zeigt, dass im Herzen etwas passiert. Esra ruft das Volk zum Fasten auf, bevor es aus dem Exil zurückkehrt. Sie ist überzeugt, dass sie Gottes Schutz nur dadurch bekommen (Esra 8,21–23). Auch Esther bittet ihr Volk, drei Tage lang zu fasten. Erst dann riskiert sie ihr Leben, um für die Rettung der Juden einzutreten (Esther 4,16). Und Joschafat? Der fastet, als ein riesiges Heer gegen ihn zieht, weil er weiß, dass er ohne Gottes Hilfe keine Chance hat (2. Chronik 20,3–4).
Im Neuen Testament wird Fasten noch persönlicher. Jesus selbst lebt es vor. Bevor er seinen Dienst beginnt, zieht er sich für 40 Tage in die Wüste zurück. Es ist eine Zeit der Stille, der Vorbereitung und auch der Versuchung (Matthäus 4,1–2; Lukas 4,1–2). Jesus fastet, um sich ganz auf Gott auszurichten. Und genau das wünscht er sich auch von uns. Kein Fasten zur Show, sondern ehrlich, still und aus dem Herzen heraus (Matthäus 6,16–18).
Die ersten Christen in der Bibel haben das Fasten ganz praktisch genutzt. In der Apostelgeschichte fasten sie, bevor sie wichtige Entscheidungen treffen, etwa wenn sie Missionare aussenden (Apostelgeschichte 13,2–3) oder Gemeindeleiter berufen (Apostelgeschichte 14,23). Paulus erwähnt das Fasten sogar als Teil seiner Herausforderungen im Dienst (2. Korinther 11,27). Zusammenfassend geht es in der Bibel beim Fasten immer wieder darum, Gottes Nähe zu suchen und offen zu sein für seine Führung.
Fasten in anderen Religionen
Auch in anderen Religionen gibt es ganz eigene Fastenregeln, welche sich teilweise stark vom Christentum unterscheiden.
Im Islam gehört das Fasten im Monat Ramadan zu den fünf Grundpflichten des Glaubens. In dieser Zeit verzichten Gläubige von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und sexuelle Handlungen. Der Verzicht soll helfen, sich auf Gott zu konzentrieren, das eigene Verhalten zu prüfen und Mitgefühl mit Menschen zu entwickeln, die Mangel leiden. Jeden Abend wird das Fasten mit dem Iftar, dem gemeinsamen Mahl, beendet. Nach 29 oder 30 Tagen schließt der Ramadan mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) – einem der wichtigsten Feiertage im Islam.
Im Judentum ist der wichtigste Fastentag Jom Kippur, der Versöhnungstag. Für fast 25 Stunden verzichten Juden auf Nahrung, Wasser und körperliche Annehmlichkeiten. Der Tag dient der Buße, der Selbstreflexion und der Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen. Weitere Fastentage wie Tischa beAv erinnern an historische Katastrophen. Fasten ist hier eng mit Erinnerung und ethischer Verantwortung verbunden.
Im Hinduismus ist Fasten eine freiwillige religiöse Praxis, die oft mit der Verehrung bestimmter Gottheiten verbunden ist. Gläubige verzichten auf bestimmte Lebensmittel, essen nur einmal täglich oder fasten vollständig. Besonders während Festen wie Navaratri oder Ekadashi wird gefastet, um spirituelle Reinigung zu erfahren, Wünsche zu äußern oder Dankbarkeit zu zeigen.
Im Buddhismus ist Fasten weniger gesetzlich geregelt, aber in klösterlichen Traditionen weit verbreitet. Viele Mönche und Nonnen verzichten nach dem Mittagessen auf weitere Mahlzeiten. Ziel ist nicht der körperliche Verzicht, sondern geistige Klarheit und die Überwindung von Begierden. Fasten unterstützt die Konzentration auf Meditation, Achtsamkeit und das Loslassen weltlicher Anhaftungen.
Solltest Du fasten?
Nach all den Informationen weißt Du nun, dass Fasten kein Zwang ist. Es ist eine Einladung. In der Bibel begegnet uns Fasten nicht als religiöse Pflichtübung, sondern als Ausdruck von Sehnsucht, Umkehr und Hingabe. Menschen fasten, wenn sie Gott suchen, wenn sie Klarheit brauchen, wenn sie sich innerlich neu ausrichten wollen.
Die Frage, ob Du fasten solltest, ist also keine Frage nach religiöser Leistung, sondern nach innerer Bereitschaft. Gibt es etwas, das Dich ablenkt von dem, was wirklich zählt? Sehnst Du Dich nach geistlicher Tiefe, nach einem neuen Anfang, nach Gottes Nähe? Fasten kann helfen, den Blick zu klären. Es schafft Raum für Gebet, für Stille, für Begegnung mit Gott. Es ist ein Zeichen: Ich verzichte, um zu empfangen. Ich mache mich leer, damit Gott mich füllen kann. Du musst nicht perfekt sein, um zu fasten. Du musst nicht alles richtig machen. Aber wenn Du bereit bist, Dich auf diesen Weg einzulassen, kann Fasten zu einer tiefen geistlichen Erfahrung werden.
Falls du nicht weißt, ob überhaupt oder auf was, frage Gott, was für dich dran ist und schaue, ob du im Gebet, in der Bibel oder auf andere Weise eine Antwort erhältst
Christliches Fasten – 7 zentrale Fakten
1. Fasten ist biblisch verankert
Die Bibel gibt uns viele Beispiele für Fastent: zum Beispiel Mose, David oder Jesus. Sie haben das getan, um sich auf Gott zu konzentrieren, in schwierigen Zeiten Kraft zu finden oder wichtige Entscheidungen vorzubereiten.
2. Fasten ist freiwillig
Niemand muss fasten. Es ist eine persönliche Entscheidung, die aus dem Herzen kommen sollte.
3. Fasten ist mehr als nichts essen
Es geht es auch darum, Mitgefühl zu zeigen, Gottes Nähe zu suchen und das eigene Leben zu hinterfragen.
4. Fasten ist keine Show
Jesus warnt davor, beim Fasten auf Aufmerksamkeit aus zu sein. Es geht nicht darum, anderen zu zeigen, wie diszipliniert man ist, sondern darum, sich innerlich neu auszurichten.
5. Fasten hilft, sich auf Gott zu konzentrieren
Wenn Du auf etwas verzichtest, entsteht Raum für Stille, Gebet und neue Gedanken. Fasten kann geistliche Durchbrüche bringen.
6. Der Begriff „Fasten“ leitet sich vom Althochdeutschen „fastēn“ ab
Das bedeutet „sich festhalten, standhaft sein“. Innere Haltung ist also der Schlüssel beim Fasten.
7. Fasten endet mit Freude
Die Fastenzeit mündet in Ostern – dem Fest des Lebens. Verzicht und Freude gehören im Christentum zusammen: Wer loslässt, kann umso intensiver feiern, was wirklich zählt.
Es geht nicht um Fasten an sich, sondern darum, sich von Gott füllen zu lassen.
Häufig gestellte Fragen zum christlichen Fasten (FAQ)
Nein, das musst Du nicht. Aber wenn Du willst, dann darfst Du. Es ist eine Einladung, die im Alten Testament und im Neuen Testament immer wieder ausgesprochen wird.
Die Zahl „40“ ist in der Bibel ein Symbol für Reinigung, Bewährung und Vorbereitung. Jesus fastete 40 Tage in der Wüste (Matthäus 4,2), bevor er öffentlich auftrat. Auch Mose blieb 40 Tage auf dem Sinai, um Gottes Gesetz zu empfangen (Exodus 34,28), Elija wanderte 40 Tage zum Gottesberg Horeb (1 Könige 19,8), und das Volk Israel zog 40 Jahre durch die Wüste. Diese Parallelen erklären, warum die Kirche die Fastenzeit auf 40 Tage festlegte.
Nein. In der Bibel gibt es viele Beispiele für Fasten, aber keine verbindlichen Regeln. Fasten war immer freiwillig und Ausdruck innerer Umkehr.
Ja, aber kindgerecht. Kinder sollen nicht hungern, können aber lernen, bewusst auf etwas zu verzichten, zum Beispiel auf Süßigkeiten, Spielzeug, Fernsehen oder digitale Geräte. So verstehen sie den Sinn des Fastens: auf etwas Angenehmes zu verzichten, um etwas Wichtigerem Raum zu geben.
Im Ramadan verzichten Muslime tagsüber von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang vollständig auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Das christliche Fasten dagegen ist eine langfristige, weniger strenge Form des Verzichts über mehrere Wochen. Es geht dabei weniger um feste Zeiten, sondern um eine Haltung der Besinnung, Umkehr und geistlichen Erneuerung.
Menschen, deren Gesundheit gefährdet wäre – etwa Kranke, Schwangere, stillende Mütter oder Personen mit harter körperlicher Arbeit – sind vom strengen Fasten ausgenommen. Fasten soll helfen, nicht schaden. In solchen Fällen kann symbolischer Verzicht – etwa auf Konsum oder Unterhaltung – eine sinnvolle Alternative sein.
Beim christlichen Fasten geht es nicht darum, auf Nahrung zu verzichten, wie beispielsweise beim Heilfasten. Es geht darum, auf einzelne Nahrungs- oder Genussmittel oder alltägliche Handlungen zu verzichten. Damit steigst du bewusst aus dem Alltagstrott aus.
Beim christlichen Fasten kommt es nicht auf das Fasten als Handlung an sich an. Daher ist es nicht schlimm, wenn Du nicht durchhalten kannst, was Du Dir vorgenommen hast. Du könntest überlegen, warum Du abgebrochen hast. Vielleicht hast Du Dir zu viel vorgenommen? Fang einfach fröhlich nach einer kurzen Pause wieder damit an. Gemeinsam mit anderen Menschen ist das Fasten leichter, weil man sich gegenseitig Mut machen kann.
Gelassen und im Vertrauen auf Gott. In Versuchung zu geraten, gehört zum Glaubensweg und hat nichts mit Schwäche zu tun. Nutze diese Gelegenheit, um mit Gott ins Gespräch zu kommen. Benenne Deine Wünsche und Sorgen und erwarte zuversichtlich eine Antwort. Gleichzeitig kannst Du versuchen Abstand zwischen Dich und die Versuchung zu bringen oder Situationen zu vermeiden, von denen Du weißt, dass sie Dich in Versuchung führen. Also zum Beispiel nicht hungrig einkaufen zu gehen, wenn du fastest. Oder keinen großen Schokoladenvorrat zu Hause zu haben in dieser Zeit. Und für Momente, in denen die Versuchung siegt, erinnern wir uns an die große Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus. Mit derselben Barmherzigkeit, mit der er uns begegnet, dürfen wir auch uns selbst begegnen und uns unsere Schwachheit verzeihen.
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