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Pfarreiengemeinschaft Lechfeld

Pfarreiengemeinschaft Lechfeld

Katholisch

Die Pfarreiengemeinschaft Lechfeld umfasst die 5 Gemeinden Klosterlechfeld, Obermeitingen, Untermeitingen, Graben und Lagerlechfeld. Sie befindet sich zwischen Augsburg und Lagerlechfeld. Das Streamangebot wird von 3 Ehrenamtlichen durchgefüht, um die kranken und bettlägigen Gemeindemitglieder an der Liturgie teilhaben zu lassen. Es gibt täglich einen Rosenkranz und eine Heilige Messe. An jedem 13. findet ein Fatima-Wallfahrtsgottesdienst statt, zudem verschiedene Festprediger geladen werden. 

Die Wallfahrt zu Unserer lieben Frau auf dem Lechfeld (Maria Hilf) in Klosterlechfeld geht auf eine Stiftung der Augsburger Bürgermeisterswitwe Regina von Imhof aus dem zwei Kilometer entfernten Schloss Untermeitingen im Jahr 1603 zurück. Nach der Legende war sie damals mit der Kutsche in dichtem Nebel zu ihrem Schloss unterwegs, fand jedoch den Weg nach Hause nicht mehr. In ihrer Not gelobte Regina von Imhof der Muttergottes den Bau einer Kapelle, wenn sie die Lichter ihres Schlosses wieder sehen würde. So geschehen, wurde noch im selben Jahr mit Genehmigung des Augsburger Bischofs der Grundstein gelegt und die Kapelle nach dem Vorbild des römischen Pantheon durch den Architekten Elias Holl, der auch das Augsburger Rathaus geplant hat, errichtet. Eine Laterne über der Kuppel erinnert noch heute an den Ursprung der Kapelle.

Die rasch anwachsende Wallfahrt zu Maria Hilf auf dem Lechfeld wurde ab 1624 von den Franziskanern betreut, für die direkt neben der Kapelle ein Klostergebäude errichtet wurde. Jährlich strömten etwa 15000 Wallfahrer nach Klosterlechfeld, von vielerlei Nöten und Krankheiten bedrängt. Auch die erst 25 jährige Ordensfrau Crescentia von Kaufbeuren (1682-1744) pilgerte 1707 zu Fuß die vierzig Kilometer zu Schwabens damals bedeutenstem Wallfahrtsort, um von ihren dunklen Gedanken und Depressionen geheilt zu werden. Sie sah sich dabei vom heiligen Antonius begleitet. Getröstet und geheilt kehrte die heilige Crescentia in ihr Kloster nach Kaufbeuren zurück.

Im Zentrum der Wallfahrt in Klosterlechfeld steht das Gnadenbild der Muttergottes, die ihren Sohn Jesus um Erbarmen für die Gläubigen beim Gericht anfleht: Der auferstandene Christus mit der Herzenswunde kommt als Weltenrichter; zu seiner Rechten kniet Maria als gekrönte Himmelskönigin und bittet um Gnade und Barmherzigkeit für die Menschen beim Weltgericht; zu seiner Linken steht der Erzengel Michael mit Schwert und Waage, der von Christus zurück gehalten wird. So zeigt das Gnadenbild, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in Gott zusammen gehören: Wer sich zu Gott bekehrt und seine Sünden bereut, ist in der Barmherzigkeit Gottes geborgen und für den Himmel gerettet. Dabei hört Gott auf die Fürsprache Mariens, unter deren „Schutz und Schirm“ sich die Gläubigen seit Alters her flüchten.

Die Wallfahrtskirche ist üppig mit Heiligenfiguren bestückt und in ihrer reichen Ausgestaltung eine lebendige Predigt. Im Hauptgemälde der Deckenmalereien sind die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe dargestellt, daneben das Kirchlein Maria Hilf als Arche, die durch die Fluten des Lebens sicher zum ewigen Ziel, zu Gott, führen will, die Taube mit dem Ölzweig als Verheißung des wahren Friedens – Maria als Arche des Neuen Bundes. Ein besonderes Kunstwerk stellt die Kanzel dar: Maria im Strahlenkranz der Sonne und mit einer Krone von zwölf Sternen und den Mond unter ihren Füßen, die den Drachen, das Böse, besiegt. Darüber hinaus wird sie geziert von den vier Evangelisten, den vier abendländischen Kirchenvätern und vier Putten, welche die vier damals bekannten Erdteile symbolisieren.

Um Kirche und Kloster siedelten sich damals Wirte, Händler und Bauern an, die von der Wallfahrt lebten. So entstand schließlich die Gemeinde Klosterlechfeld, die das franziskanische Tau in ihrem Wappen trägt. Im 18. Jahrhundert zählte Klosterlechfeld nach Altötting zum am stärksten frequentierten Marienwallfahrtsort in Bayern. Zur selben Zeit wurde die Kirche im Stil des Rokoko umgestaltet.

Im Jahr 1993 verließen die letzten Franziskaner das Kloster neben der Kirche.

Zum regelmäßigen Wallfahrtsbetrieb gehören die Fatimatage an jedem 13. des Monats mit auswärtigen Predigern und Chören, die Familienwallfahrt mit buntem Programm, die seit über sechzig Jahren stattfindende Gelöbniswallfahrt der Veteranen mit zahlreichen Fahnenabordnungen sowie die Trachtlerwallfahrt mit Trachtlern aus dem ganzen Umland. Aber auch von weiter her kommen Wallfahrer mit Bussen aufs Lechfeld, um Stärkung und Trost in ihren Nöten bei der0 Gottesmutter zu erbitten im Vertrauen auf die Verheißung des Herrn, die ein kleiner Engel im Gnadenbild des Hochaltars den Gläubigen entgegen streckt: „Und sie sagte: ich habe eine einzige kleine Bitte an dich; weise mich nicht ab! Und Der König sagte zu ihr: Trage die Bitte vor, Mutter, ich werde dich nicht abweisen.“ (1Kön 2,20)  Der zum Wallfahrtsort gehörenden Kalvarienberg mit dem ältesten südbayerischen Kreuzweg lädt zur Betrachtung des Leidens und Sterbens Jesu ein.

Auch der Klostergarten neben dem Kloster und das "Klosterlädle" laden zu einem Besuch ein.


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