Markus 4,1-20: Wie reagiert dein Herz auf Gott?
Jesus erzählt das Gleichnis vom Sämann und erklärt, warum dieselbe Botschaft bei Menschen so unterschiedlich ankommt. Manche hören Gottes Wort und vergessen es sofort, andere nehmen es mit Freude auf, bleiben aber nicht dran. Doch dort, wo Gottes Wort auf fruchtbaren Boden fällt, verändert es Leben und bringt reiche Frucht hervor.
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Transkript
Tief in uns drin wünschen wir uns, so zu leben, wie es Gott gefällt. Wir möchten ihn von ganzem Herzen lieben. Wir möchten ihm treu sein in allen Lebenslagen. Wir möchten ein weiches Herz haben. Und doch scheitern wir in diesem Wunsch immer wieder an uns selbst, an unserem oft so lauwarmen, untreuen und manchmal auch harten Herzen. Warum ist das so? Und was können wir tun, um ein brennendes, liebendes, leidenschaftliches Herz für Gott zu bekommen? Darüber redet Jesus im heutigen Bibeltext. Wir nehmen diesen Text genauer unter die Lupe und wir lassen unser Herz davon berühren. In diesem Sinne, herzlich willkommen zum Bible Study.
Moin, Servus und grüezi liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüße euch ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe von Bible Study. Hundert Prozent biblisch, geisterfüllt mit Jesus im Zentrum. Wir lesen heute weiter im Markus-Evangelium. Und zwar lesen wir das Kapitel vier, die Verse eins bis zwanzig. Ich werde zu Beginn beten und dann steigen wir direkt in den Bibeltext ein.
Jesus, ich danke dir, dass du heute hier bist. Ich danke dir, dass du in uns lebst. Ja, und ich danke dir, dass du derjenige bist, der uns dein Wort, die Bibel, diesen Bibeltext in unsere Herzen übersetzt. Ich bitte dich, dass du uns Offenbarung schenkst und dass wir wirklich dein Reden heute hören dürfen. In Jesu Namen, Amen.
Ja, wir steigen gleich ein. Markus vier, erster Vers. Da steht geschrieben:
"Als Jesus wieder einmal am See lehrte", das ist der See Genezareth, "da versammelte sich eine so große Menschenmenge um ihn, dass er sich in ein Boot setzte. So konnte er vom See aus zu der ganzen Menschenmenge sprechen, die sich am Ufer befand."
Ja, das ist faszinierend, hier einmal mehr zu sehen, da, wo Jesus ist, da ist Kraft. Die Menschen, die kamen aus allen Ecken und Enden, einfach um diesen Jesus zu sehen, um ihn zu erleben. Na, Jesus ist ja nicht einfach nur irgendeine Person, sondern es ist Gott, der höchstpersönlich auf diese Erde kam. Gott wurde Mensch und lebte mitten unter uns. Und da, wo Jesus war, da war Kraft. Und was hier auch spannend ist, ist, dass Jesus wirklich alle möglichen ihm zur Verfügung stehenden Mittel genutzt hat, um möglichst viele Menschen mit der freimachenden Botschaft des Evangeliums zu erreichen. In der Bibel steht ja, Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Hier an, in diesem Fall hat sich Jesus in ein Boot gesetzt und ruderte ein bisschen vom Ufer weg, damit er zu möglichst vielen Menschen sprechen konnten. Es gibt ja heute Leute, die sagen:
"Ja, so Großveranstaltungen, Großevangelisation, das ist nicht mehr dran."
Aber das ist natürlich Quatsch, muss man ganz ehrlich sagen. Wie ich schon gesagt habe, Gott möchte alle Menschen mit der freimachenden Botschaft erreichen und alle, das ist ein großes Wort, es sind viele Menschen. Und auch wir heute sollten uns da ein Beispiel an Jesus nehmen und wir sollten alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um möglichst viele Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.
Jetzt lesen wir hier weiter:
"Jesus lehrte sie vieles und er gebrauchte dazu Gleichnisse."
Was ist ein Gleichnis? Dieses Wort, das kennt man heute eigentlich nicht mehr so. Gleichnis, das ist, wenn man eine Realität aus dem Alltag nimmt und sie mit einer geistlichen Wahrheit in diesem Fall vergleicht. Ein Wort, das man heute dazu verwenden würde, wäre zum Beispiel eine Allegorie. Und Jesus, der verwendet oft Gleichnisse, heißt es hier. Respektive nicht immer, sondern eigentlich ab diesem Moment in der Bibel heißt es, dass Jesus Gleichnisse verwendete. Warum hat er das getan? Das wollen wir heute unter anderem rausfinden. Und dazu lesen wir jetzt mal gleich dieses Gleichnis, das er hier erzählt hat.
"Jesus sagte: Hör zu. Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten es auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf. Als dann aber die Sonne höher stieg, da wurden die jungen Pflanzen versengt und weil sie keine kräftigen Wurzeln hatten, verdorrten sie. Einiges fiel ins Dorngestrüpp und die Dornsträucher überwucherten und erstickten die Saat, sodass sie keine Frucht brachte. Und einiges fiel auf guten Boden, ging auf, wuchs und brachte Frucht. Dreißig oder sechzig oder sogar hundertfach. Jesus schloss mit den Worten: 'Wer Ohren hat und hören kann, der höre.'"
Ja, lass uns da nochmals, ähm, zurückgehen. Nee, bleiben wir gleich hier. "Wer Ohren hat, der höre." Also jetzt haben wir dieses Gleichnis gehört. Vielleicht noch mal ganz kurz zusammengefasst: Jesus erzählt hier von einem Bauer, der Saat aussät und dann sagt er, diese Saat, die fällt auf verschiedenen Untergrund. Einerseits auf den Weg, wo gleich die Vögel kamen und das wieder wegpickten. Dann fiel es auf so steinigen Boden, wo nur, nur 'ne dünne Erdschicht war und unten Fels. Und dann ging das zwar auf, aber verdorrte gleich wieder, weil's keine Wurzeln hatte. Dann fiel einiges von dieser Saat unter Dornen, wo es auch aufging, aber dann die Dornen das Ganze wieder erstickten und einiges fiel auf guten Boden. Und dann sagt Jesus, schloss er hier: "Wer Ohren hat und hören kann, der höre." Wenn Jesus so was sagt, "Wer Ohren hat, der höre", dann bedeutet es, das ist jetzt etwas ganz Wichtiges. Von daher sollten wir jetzt gut zuhören.
Ja, aber warum erzählt jetzt Jesus Gleichnisse? Das lesen wir in den folgenden Versen, nämlich in ab Vers zehn. Da steht hier geschrieben:
"Als die Zwölf und die anderen, die zum Jüngerkreis gehörten, mit Jesus allein waren, fragten sie ihn nach der Bedeutung seiner Gleichnisse. Da sagte er zu ihnen:" Euch ist es von Gott gegeben, das Geheimnis seines Reiches zu verstehen. Den Außenstehenden aber wird alles nur in Gleichnissen verkündet. Denn mögen sie auch sehen, sie sollen nichts erkennen und mögen sie auch hören, sie sollen nichts verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen vergeben wird."
Also jetzt wird's spannend. Jetzt lesen wir hier, das Ziel der Gleichnisse oder der Grund, warum Jesus in Gleichnissen geredet hat, ist einerseits, damit es die Jünger besser verstehen können. Ne, das ist uns, würde ich jetzt mal sagen, in der heutigen Zeit allen klar, wenn wir eine Allegorie bringen, dann immer mit dem Ziel, um etwas verständlicher zu erklären, um eben in diesem Fall eine geistliche Wahrheit verständlicher zu erklären. Und im Fall der Jünger war das auch die Absicht von Jesus. Er wollte ihnen die Geheimnisse seines Reiches verständlich machen. Aber sagt er im selben Atemzug: Die Leute, die Außenstehende sind, denen wird alles nur in Gleichnissen verkündet, damit sie es eben nicht verstehen, damit sie nicht umkehren und ihnen nicht vergeben werden. Das ist jetzt, würde ich jetzt mal sagen, auf den ersten Augenblick verwirrend.
Aber lass uns zuerst mal darüber reden: Was sind denn die Geheimnisse von Gottes Reich? Was ist das für ein Geheimnis, von dem Jesus hier redet, das die Jünger verstehen sollen, aber die Leute, die außenstehend sind, nicht? Ein, dieses Geheimnis oder ein Geheimnis des Reiches, das ist etwas, das im Alten Testament noch verborgen war, das erst mit dem Auftritt, mit dem Kommen von Jesus sichtbar wurde und ans Licht kam. Und in diesem Fall ist das die Realität, dass Jesus der Messias ist, der auf diese Erde kam, um uns Menschen von unserer Sünde zu befreien. Du musst wissen, die Juden zur damaligen Zeit, die haben alle auf den Messias gewartet, aber sie hatten ein Verständnis vom Messias, dass er ein politischer Befreier wäre. Aber Gottes Absicht war eine andere. Er wollte den Messias auf diese Erde schicken, um uns Menschen mit ihm zu versöhnen. Jesus kam, um für uns als dieser, als dieser Knecht Gottes ans Kreuz zu gehen, um unsere Sünde am Kreuz zu tragen, damit wir wieder mit Gott versöhnt sein können. Das ist dieses Geheimnis, das im Alten Testament noch verborgen war, aber im neuen Testament jetzt sichtbar. Und dieses Geheimnis, das sollten eben die Jünger verstehen.
Aber warum sollten es die Außenstehenden in diesem Fall nicht verstehen? Dazu musst du wissen, dass eigentlich das Ziel schon war, dass die Menschen das verstanden. Aber zu diesem Zeitpunkt, wo wir jetzt hier sind bei Markus vier, hat die damalige Generation, die Schriftgelehrten und die, die Leute, die sich mit Jesus beschäftigt haben, die kamen zum Schluss, dass er eben nicht der Messias ist. Sie haben den Messias abgelehnt. Und dann hat, heißt es, Jesus hat von diesem Moment angefangen, in Gleichnissen zu den Menschen zu reden, damit diejenigen, die ihn eben abgelehnt haben, damit die das umso weniger verstehen. Das ist eine Form des Gerichtes, das Jesus hier bringt. Ist ein bisschen zu vergleichen mit Römer eins, wenn du da, wenn du die Bibel so gut kennst, in Römer eins, da heißt es auch: Die Menschen, die haben alle die Möglichkeit, Gottes Herrlichkeit zu erkennen. Sie müssen nur in die Natur rausschauen. Aber weil die Menschen eben diese Erkenntnis abgelehnt haben, hat Gott sie dahin gegeben in ihren Begierden. Er hat gesagt: "Okay, dann geht euren eigenen Weg." Er hat sie sich selbst überlassen, er hat sie dahin gegeben. Das ist eine Form des Gerichtes, die wir hier auch sehen. Also Jesus, der redet in Gleichnissen zum Gericht, damit eben die Menschen, wie wir das hier lesen, damit sie zwar hören, aber doch nichts verstehen, damit sie eben nicht umkehren und ihnen nicht vergeben wird. Das ist eben diese Sünde gegen den Heiligen Geist, ähm, dieses bewusste Ablehnen von Jesus, das einem dann nicht vergeben werden kann in Ewigkeit.
Ja, und dann heißt es hier, dann fuhr Jesus fort:
"Dieses Gleichnis versteht ihr nicht? Wie wollt ihr dann überhaupt Gleichnisse verstehen?"
Also, obwohl die Jünger es eigentlich hätten verstehen sollen, auch sie haben's nicht verstanden. Das ist auch ein bisschen beruhigend für uns, ne. Auch wenn wir Jünger von Jesus sind, auch die ersten Jünger waren nicht die Oberhirsche und haben auch nicht immer alles gecheckt. Von daher ist gut, wenn Jesus uns das alles erklärt. Also jetzt erklärt hier Jesus dieses Gleichnis von diesem Bauer, der Samen aussät und dieser Samen fällt auf unterschiedlichen Grund, auf unterschiedlichen Boden. Und Jesus erklärt jetzt dieses Gleichnis. Lass uns das gleich mal, ähm, zusammen anschauen.
Jesus fängt an und sagt:
"Der Bauer, der sät das Wort."
Also der Bauer in diesem Gleichnis, in dieser Allegorie, das ist derjenige, der das Evangelium verkündet. Das sind wir. Das bin jetzt gerade im Moment ich. Das sind all die Christen, die diesen Auftrag von Jesus ernst nehmen und das Evangelium in die ganze Welt hinaustragen. Es sind die Erntearbeiter. Der Bauer, der sät das Wort. Das Wort, also die Saat, das ist das Evangelium. Das ist diese freimachende Botschaft. Säen, wie ich schon gesagt habe, das ist Predigen. Und der Boden, das ist unser Herz, das Herz der Zuhörer, das Herz von dir, das Herz von mir, wenn wir mit dem Evangelium konfrontiert werden.
Dann sagt Jesus:
"Bei einigen Menschen ist es wie mit der Saat, die auf den Weg fällt. Das Wort wird gesät, doch sobald sie es gehört haben, kommt der Satan und nimmt das Wort wieder weg, das in sie hineingesät worden ist."
Also hier hören wir jetzt, dass einige Menschen, wenn sie das Evangelium hören, mit einem harten Herzen reagieren. Das ist dieser harte Boden. Das bedeutet, das sind die Menschen, die mit Unglaube reagieren auf das Evangelium. Das sind die Menschen, die Abwehrmechanismen haben. Das sind die Menschen, die spotten. So und vielleicht irgendwie so ein bisschen ihr, ihren Mundwinkel verziehen und mit den Augen rollen. Na ja, und die tun das nicht zufällig. So lesen wir das hier, sondern das ist der Teufel, der ein ganz klares Ziel hat. Er will, dass die Menschen das freimachende Evangelium nicht hören.
Du musst wissen, die Realität ist: Wir Menschen, wir sind alle verloren. Das stimmt. Wir-- keiner von uns hat es verdient, in den Himmel zu kommen. Aber Jesus Christus, der kam auf diese Erde, um für unsere Sünde zu bezahlen. Und seit Jesus das gemacht hat, seit seinem Tod und seiner Auferstehung, ist die Türe in den Himmel offen. Es ist nicht so, dass wir in einer abgeschlossenen Hölle, wenn man dem so sagen will, eingesperrt sind, sondern wir befinden uns da freiwillig drin. Die Türe in den Himmel ist offen und das ist ja das freimachende Evangelium. "Komm, versöhn dich mit Gott." Aber der Teufel, der will auf gar keinen Fall, dass du dieses Evangelium hörst. Und deswegen ist er es eben auch, der bei diesen Menschen, die so ein hartes Herz haben, die mit verschränkten Armen auf das Evangelium reagieren, er nimmt sofort das wieder weg, damit es nicht dann doch noch vielleicht zufällig irgendwie aufgehen kann.
Ja, und wenn du jetzt so jemand bist, wenn du dich jetzt da selbst wiedererkennst, vielleicht hast du jetzt gerade irgendwie, ähm, durch den TV gezappt und bist auf dieser Sendung hängen geblieben und du merkst: "Ja, ich bin eigentlich so jemand mit einem so harten Herzen." Was kannst du dann tun? Du kannst dein Herz Gott gegenüber weich machen. Hört sich einfach an, aber es ist wirklich so einfach. Jesus hat selbst gesagt in der Bibel, er hat gesagt:
"Wer Gottes Reich annehmen möchte oder wenn, wer in Gottes Reich hineinkommen möchte, der muss es tun wie ein Kind. Denn wenn jemand nicht Gottes Reich wie ein Kind annimmt, kann er nicht hineinkommen."
An einer anderen Stelle oder an vielen anderen Stellen in der Bibel heißt es, dass Gott dem Stolzen widersteht, dass er aber dem Demütigen sich mit seiner Liebe zuwendet. Also wenn du so ein hartes Herz hast, dann mach dein Herz weich heute und komm zu Jesus. Komm zu Gott und sag: "Hey, ich war bis jetzt hart und, und stolz, aber ich bitte dich, dass du jetzt zu mir redest."
Okay, also das eine Wort wird eben auf diesen harten Boden gesät. Dann lesen, dann erklärt Jesus:
"Bei anderen ist es wie mit der Saat, die auf felsigen Boden fällt. Wenn sie das, wenn sie das Wort hören, nehmen sie es sofort mit Freuden auf. Aber sie sind unbeständige Menschen, Pflanzen ohne Wurzeln. Sobald sie wegen des Wortes in Bedrängnis geraten oder sogar verfolgt werden, wenden sie sich wieder davon ab."
Also die Leute, das sind jetzt Leute, es geht ja hier immer um, um uns, eigentlich, um unsere Herzen. Das sind jetzt Herzen, auf die das Evangelium fällt, die das Evangelium hören. Und die nehmen es zuerst auf. Aber die haben nur so 'ne dünne Erdschicht und unten kommt dann Fels. Das ist so in der, in der Region, wo Jesus gelebt hat, war das so typisches Gelände eigentlich. Deswegen haben die Leute das damals vielleicht noch ein bisschen besser e-erkannt, ne? Das ist ein Problem des Bauers. Ein bisschen Erde und unten dann Fels. Und auf uns übertragen bedeutet das, das sind die Leute, die Jesus nur einen bestimmten Teil ihres Lebens anvertrauen, aber nur einen bestimmten Teil. Den Rest enthalten sie Jesus vor. Um das vielleicht mit einem anderen Bild nochmals zu erklären. Sie laden Jesus in ihr Haus ein, aber nur in die Stube, nicht ins Schlafzimmer, nicht in die Küche und schon gar nicht in den Keller, wo vielleicht noch irgendwelche Leichen rumliegen. Das sind die Leute, die eine halbherzige Entscheidung für Jesus treffen. Und vielleicht glauben die und da geht was auf. Aber sobald die Sonne aufgeht, sagt Jesus, sobald Verfolgung kommt, sobald es was kostet, dann, ja, wenden sich diese Menschen sehr oft dann eben wieder vom Glauben ab. Oder sie ziehen den Kopf ein.
Ja, das sind Menschen, die kommen irgendwie nicht so aus dem Baby-Christ-St-Stadion raus, sondern, ja, die, die trinken immer Milch und werden nie feste Nahrung zu sich nehmen. Und ja, ich verrate dir da jetzt ein Geheimnis. Ich glaube tatsächlich, dass gerade die Gefahr besteht, wenn du zum Beispiel deinen Glauben nur online lebst oder nur im TV lebst, wenn du nicht Teil einer lebendigen Kirche bist, ist eben die Gefahr, dass du genau so ein halber Christ wirst. Um das jetzt mal so ein bisschen salopp auszudrücken. So jemand, der, der, der vielleicht ein bisschen Erde hat, aber keine tiefen Wurzeln. Und wenn du das bist, wenn du dich da jetzt selbst wiedererkennst, dann möchte ich dich ermutigen. Was du tun kannst, ist: Vertrau Jesus dein ganzes Leben an, öffne ihm jeden Bereich deines Lebens und gib, geh all in. Vertrau Jesus dein ganzes Leben an, fang an, in die Tiefe zu wachsen.
Vers achtzehn sagt Jesus:
"Wieder bei anderen ist es wie mit der Saat, die ins Dorngestrüpp fällt. Sie hören das Wort, doch dann gewinnen die Sorgen dieser Welt die Verlockungen des Reichtums und andere Begierden Raum und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht."
Also das sind jetzt die Menschen, die hören das Wort, die, die, äh, hören es zum Beispiel bei so 'ner Fernsehpredigt oder vielleicht in einem Gottesdienst oder vielleicht lesen sie ein Traktat oder lesen sie in der Bibel und sie vertrauen Jesus ihr Leben an, aber sie geben ihm nicht den ersten Platz in ihrem Leben. Das ist leider so. Viele Menschen, die glauben ja irgendwie an Gott. Viele von uns glauben an Gott, aber dieser Gott, dieser Jesus verändert unser Herz nicht. Er verändert unser Leben nicht wirklich. Wir ha-- wir machen unser eigenes Ding und wir haben unsere Familie, wir sind in der Karriere aktiv, im Beruf, im Sportverein und dann kommt da neuerdings noch der Glaube ins Spiel. Und da, wo er irgendwie so ein bisschen passt und so, da nehmen wir den Glauben rein und da, wo nicht, da nehmen wir ihn nicht rein. Aber ich sag dir, so war das nie gedacht. Jesus, der fordert uns auf, ihm das Steuer unseres Lebens zu übergeben. Jesus will nicht der vierte Platz in deinem Leben sein, auch nicht der dritte, auch nicht der zweite. Jesus will der-- den ersten Platz in deinem Leben haben.
Und ich glaube tatsächlich, diese Leute, von denen wir hier lesen, die haben eben Jesus nur an dritte Stelle genommen und oder an vierte. Und wenn dann irgendwie die Verlockungen dieser Welt, wie es hier heißt, die Verlockungen des Reichtums kommen, dann plötzlich tritt Jesus wieder in den Hintergrund. Oder wenn die Sorgen dieser Welt kommen, vielleicht Streitereien in der Ehe oder im Beruf oder Job verloren oder irgendwie so was, dann wird das alles andere viel größer wieder und viel wichtiger und erstickt unseren Glauben. Und solche Leute, die das so machen, auch die, die kommen nicht über das Stadion eines Baby-Christen heraus. Die werden ihr Leben lang Milch trinken oder im schlimmsten Fall sogar wird dieser Glaube absterben und sie werden wieder ohne Jesus leben. Und wenn du das bist, wenn du dich selbst in dieser-- bei diesen Menschen erkannt hast, diese Menschen, die irgendwie Jesus als Nummer vier in ihrem Leben haben, dann möchte ich dich ermutigen: Was kannst du tun? Setze deine Prioritäten neu. Am besten machst du mal wie so, wir sagen dem in der Schweiz so tabula rasa. Ich weiß nicht, ob man dem in Deutschland auch so sagt. Also du machst einfach mal reinen Tisch und dann setzt du Jesus ins Zentrum deines Lebens. Jesus will die Nummer eins in unserem Leben sein.
Ja, und dann schlussendlich schließt Jesus dieses Gleichnis ab:
"Bei anderen schließlich ist es wie mit der Saat, die auf guten Boden fällt. Sie hören das Wort, nehmen es auf und bringen Frucht, dreißig-, sechzig-, hundertfach."
Und man hört das schon in diesem Abschluss: Das ist unser Ziel. So sollen wir Menschen sein. Unsere Berufung als Christ ist es nicht, einfach ein mittelmäßiges Leben zu führen. Es ist nicht unsere Berufung, einfach irgendwie so ein Baby-Christ zu sein, sondern Gott will, dass wir ihm nachfolgen und dass, dass er uns aussenden kann. Er ruft uns als Arbeiter in sein Erntefeld. Er möchte, dass wir Frucht bringen in unserem Leben, dreißig-, sechzig- und hundertfach. Und was können wir tun, damit das geschieht? Jesus sagt das hier gleich selbst:
"Sie hören das Wort, sie nehmen es auf und sie bringen Frucht."
Es ist ganz wichtig, dass du zuhörst. Setz dich dem Wort aus. Jeden Tag. Lies in der Bibel, hör dir gute Predigten an, sei Teil einer lebendigen Kirche und dann nimm es auf. Und zwar alles. Sei nicht ein Rosinenpicker, der nur irgendwie so das rausnimmt, was ihm gerade passt und was gerade in seine Lebensumstände hineinspricht, sondern nimm das auf, was Gottes Wort sagt und dann geh hin und bring Frucht und tu es mit Ausdauer.
Ja, ihr Lieben, was haben wir heute gelernt? Wir haben gelernt, Jesus redet in Gleichnissen und er tat das einerseits, damit die Jünger die Geheimnisse seines Reiches verstehen, aber er tat es auch, damit die Außenstehenden, nämlich die, die ihn abgelehnt haben, es nicht verstehen. Das ist eine Form des Gerichtes. Ja, und dann erzählt Jesus, erklärt Jesus hier seinen Jüngern ein spannendes Gleichnis, nämlich das Gleichnis vom vierfachen Acker. Und er sagt, die Menschen, die reagieren unterschiedlich darauf, wenn sie Gottes Wort hören. Die einen, die haben, sie haben ein hartes Herz, die reagieren mit Unglaube. Wenn du das bist, mach dein Herz weich. Die anderen, die, ja, die nehmen Jesus so 'n, ein bisschen halbherzig auf. Die geben ihm nur 'n Teil ihres Lebens. Wenn du das bist, vertrau Jesus dein ganzes Leben an. Wieder andere, bei denen ist Jesus einfach noch so ein Nebenprodukt. Ne, das ist der dornige Boden. Wenn du das bist, gib Jesus deine ganze Priorität. Er ist die Nummer eins. Und unser Ziel soll sein, guter Boden zu sein, dreißig-, sechzig-, hundertfach Frucht zu bringen.
Ihr Lieben, das war's heute von Bible Study. Nächstes Mal geht's weiter im Text. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und tschüss.
Immer wieder schreiben uns Menschen, wie sehr sie durch unser gemeinsames Bibellesen, durch Bible Study gesegnet wurden. Und vielleicht würdest auch du das sagen. Wenn das so ist, dann schreib auch du uns gerne eine Nachricht. Das ermutigt mich und auch das ganze Team, das hinter der Sendung steht. Übrigens, diese Sendung, die ist komplett spendenfinanziert. Wir freuen uns über jeden von euch, der sich nach seinen Möglichkeiten mit einer kleinen oder großen Spende an den Produktionskosten beteiligt. Danke für alles, was du gibst.
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Zusatzinformationen
Serie: BIBLE STUDY mit Gabriel Häsler
Genre: Ratgeber