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Bibel TV Themenschwerpunkt: 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

In der Woche um den Holocaust-Gedenktag (27.1.) zeigt Bibel TV sechs bewegende Dokumentationen.

Hamburg, 14.1.2015

Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Das größte Vernichtungslager des Hitlerregimes wurde zum historischen Mahnmal und Sinnbild des millionenfachen Massenmordes an Juden und anderen Opfergruppen. Der 27. Januar ist heute weltweit der Gedenktag für die Opfer des Holocaust.

1996 mahnte der damalige Bundespräsident Roman Herzog im Deutschen Bundestag: „Die Erinnerung darf nicht enden … Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden ... Sie soll dem Gedenken der Opfer gewidmet sein.“ Seitdem ist der 27. Januar in Deutschland als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ gesetzlich verankert. 2005 erklärte eine UN-Resolution den 27.1. auch international zum Holocaust-Gedenktag.

Bibel TV zeigt in sechs teilweise preisgekrönten Dokumentationen sowohl die Verfolgung der Juden und ihr Leiden während der Nazi-Diktatur als auch die heutigen Bemühungen um das Erinnern an den „Zivilisationsbruch der Schoah“, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich bei der Verleihung des Israelischen Staatspreises ausdrückte.

Die Sendezeiten:

Do., 22. Januar, 20:15 Uhr

Sterben für Hitler

Der österreichische Filmemacher Robert Gokl spricht mit ehemaligen Soldaten des 2. Weltkriegs und unterlegt deren Schilderungen mit Propagandabildern der damaligen Wochenschau. Seine Dramaturgie verdeutlicht den Kontrast zwischen der Nazi-Ideologie mit ihren Großmachtphantasien und der banalen, tödlichen Wirklichkeit der Soldaten. Einer der Zeitzeugen ist Dietrich Ascher, der sich 1940 wie die meisten seiner Schulklasse freiwillig zur Wehrmacht meldete – trotz seiner jüdischen Vorfahren.

Do., 22. Januar, 21:10 Uhr

ÜBER.LEBEN – Berthold Kaufmanns Rückkehr ins Exil

Berthold Kaufmann ist einer der letzten jüdischen Überlebenden der Pogrome von 1938 in Graz. Als Kind erlebt er dort die Machtübernahme Hitlers und den Brand der Synagoge. 1939 kann er mit seiner Familie fliehen, 1948 kehren die Kaufmanns in ihre Heimatstadt zurück. Mit 88 Jahren begibt sich Berthold Kaufmann für die Kamera auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit und besucht die wichtigsten Stationen seiner Flucht.

Sa., 24. Januar, 19:30 Uhr

Zivilisation der Liebe

Das Zentrum für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet entstand 1992 als Einrichtung der katholischen Kirche, das von Bischöfen aus ganz Europa und in Absprache mit Vertretern jüdischer Organisationen errichtet wurde. 1998 wurde die Einrichtung nahe des ehemaligen KZ-Lagers Auschwitz (heute: O?wi?cim) in „Zentrum für Dialog und Gebet“ umbenannt. Anliegen ist es, allen Menschen, aber vor allem Betroffenen und Opfern des Holocausts, einen unabhängigen Ort der Besinnung und Begegnung zu geben. Hier treffen sich ehemalige Häftlinge, Jugendliche aus Polen, Deutschland und anderen Ländern, sowie Professoren, Priester und Rabbiner.

Mo., 26.1., 20:15 Uhr (Wdh. Di., 27.1., 24:00 Uhr und Do., 5.2., 20:15 Uhr)

Die Gerechten unter den Völkern – Retter und Helfer im Nationalsozialismus

Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zeichnet Menschen als „Gerechte unter den Völkern” aus, die unter Hitler verfolgten Juden das Leben gerettet haben. Im „Garten der Gerechten“ sind ihre Namen einzeln auf Ländertafeln festgehalten. Yad Vashem verzeichnet jedes Jahr über 2 Mio. Besucher. – Die von makido film gedrehte Doku gewann bei den 5. Cannes Corporate Media & TV Awards 2014 Silber in der Kategorie „Geschichte und Zivilisation”.

Di., 27.1., 19:00 Uhr (Wdh. Do., 5.2., 21:10 Uhr)

Neugestaltung Mauthausen – Eine Gedenkstätte stellt sich der Zeit

Beteiligte sprechen über die Herausforderungen der Neugestaltung der Gedenkstätte Mauthausen. In dem österreichischen Konzentrationslager Mauthausen waren 200.000 Häftlinge interniert. Die Hälfte davon kam dort ums Leben. Seit einigen Jahren wird die KZ-Gedenkstätte von Grund auf modernisiert. Der Film dokumentiert die Arbeit des Teams und zeigt, welche Bedeutung das Projekt für die Überlebenden des Konzentrationslagers und deren Angehörigen hat. – Auch diese Dokumentation, produziert von West4Media, wurde auf den 5. Cannes Corporate Media & TV Awards 2014 ausgezeichnet, in den Kategorien „Wissenschaft“ und „Geschichte und Zivilisation“ – jeweils mit Gold.

Do., 29.1., 20:15 Uhr

Der letzte Jude von Drohobytsch

Alfred Schreyer ist der einzige Jude seiner ukrainischen Heimatstadt Drohobytsch, der aus der Vorkriegszeit noch übrig blieb. Er überlebte Zwangsarbeit, KZ und Todesmarsch. Nach Kriegsende wanderte er aber nicht wie viele andere aus, sondern kehrte nach Drohobytsch zurück. In dem Film von Paul Rosdy erzählt er seine Lebensgeschichte.

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