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Kirche muss christliche Grundprinzipien klar vertreten

Stellv. BDI-Vorsitzender Friedhelm Loh im Gespräch bei Bibel TV

(Hamburg, 28.11.2011) Der stellvertretende BDI-Vorsitzende und bekennende Christ Friedhelm Loh erwartet von der Kirche in Deutschland mehr Mut zu christlichen Grundprinzipien und klaren Positionen, selbst wenn sie dabei verlieren sollte. In einem Gespräch mit dem christlichen Fernsehsender Bibel TV kritisierte der hessische Unternehmer Friedhelm Loh die Konformität, die bei den Kirchen oft vorherrsche.

Wenn klare Positionen vertreten würden, müsse man davon ausgehen, Freunde und Feinde zu haben, „aber dann sind die Verhältnisse klar“, sagte Loh auf Bibel TV. Nach seiner Ansicht braucht die Jugend Vorbilder. Gerade auch christliche Vorbilder seien in unserer Gesellschaft wichtig. Geradlinigkeit und Authentizität seien Werte, die jeder Mensch schätze. Die Kirche muss die Botschaft Christi wieder „verkaufen“. Sie habe den Menschen schlicht und einfach zu sagen, was Sache ist.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist nach Lohs Ansicht „ein Stück Bibel“, das auf unsere Zeit formuliert ist. Die 10 Gebote sind für Loh Geschäftsgrundlage. Als Christ und Unternehmer erinnerten sie ihn immer wieder daran, darauf zu achten, „verantwortungsvoll zu wirtschaften“ und sich nicht allein vom Ziel der persönlichen Bereicherung antreiben zu lassen.

Der nordhessische Unternehmer, dessen Firmengruppe in 63 Ländern eigene Niederlassungen betreibt, ist Besitzer eines der größten deutschen Familienunternehmen. Die Friedhelm-Loh-Group beschäftigt über 12.000 Mitarbeiter. Loh ist auch Vorsitzender des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Deutschland. Seine Unternehmensgruppe habe 2009 einen Umsatzrückgang von 37% zu verzeichnen gehabt, sagt Loh. 2011 seien die Verluste wieder aufgeholt und das Unternehmen werde weltweit weiter wachsen. Der Umsatz liegt zurzeit bei über zwei Milliarden Euro im Jahr. Die Friedhelm-Loh-Group ist weltweit Marktführer im Bau von elektronischen Schaltschränken.

Friedhelm Loh gab im Bibel TV Interview an, dass er 10% seines Bruttoverdienstes und über 10% seiner Arbeitszeit für gemeinnützige Zwecke spende. Mit zahlreichen Ehrenämtern engagiert er sich nicht nur im sozial-christlichen Bereich. Er ist der Meinung, dass Christen im „säkularen Bereich genauso Verantwortung übernehmen müssen“ wie im christlichen Bereich.

Loh ist auch Gründer der Stiftung Christliche Medien, zu der eine Reihe von christlichen Verlagen gehört. Er beklagte im Bibel TV Interview die Zersplitterung der christlichen Medienlandschaft. Er habe den Eindruck, dass es in Deutschland „keine Visionen“ mehr für die Evangelisation durch die Medien gäbe. Es würden Leute gebraucht, die eine Vision für die christlichen Medien in Deutschland entwickeln „und dann aber auch die Kraft haben, das umzusetzen.“

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