Advent

Macht hoch die Tür, das Herz macht weit

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ – Wenn das populärste Adventslied erklingt, wird’s feierlich. Dann tut sich eine Welt auf aus Kerzenschein, Lichterglanz und gespannter Vorfreude. Aber um welche Tür geht es da eigentlich?

Die Bedeutung des Advents
Mach die Tür deines Herzens auf
Das Herz für Gott öffnen
Deine persönliche Zeit der Ruhe

Die Bedeutung des Advents

Advent heißt Ankunft. In den vier Wochen vor Weihnachten geht es zum einen um die Ankunft von Jesus Christus in dieser Welt vor rund 2.000 Jahren – und um sein zweites Kommen in Zukunft, wenn er die Menschen richtet und die Welt erneuert.

Macht hoch die Tür – was ist damit eigentlich gemeint? In Psalm 24, auf den das Lied zurückgeht, geht es zunächst um den Jerusalemer Tempel. Dessen Tore sollten weit geöffnet werden, damit Gott dort einziehen und wohnen kann. Das spiegelt sich darin, dass wir im Advent die Kirche für das Weihnachtsfest vorbereiten und feierlich schmücken.

Mach die Tür deines Herzens auf

Im Psalm ist aber auch die Rede von der Welt als Ganzes: Gottes Schöpfung ist wunderbar und groß – und doch wird seine Gegenwart an vielen Stellen schmerzhaft vermisst. Macht hoch die Tür heißt deshalb auch: Lasst Gott in jeden Winkel der Welt, lasst seinen Frieden und seine Gerechtigkeit reagieren.

Macht hoch die Tür bedeutet zudem: Mach die Tür deines Herzens auf. Bereite dich darauf vor, dass Christus dort einziehen und wohnen kann. In den Worten des Liederdichters Georg Weissel:Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit.“

Das Herz für Gott öffnen

So kommt im Advent alles zusammen: wenn wir unser Herz für Gott öffnen, kann Christus uns verändern und durch uns in die Welt hineinwirken.

Weil es im Advent um die Ausrichtung auf Gott geht, ist sie traditionell eine Zeit der „Buße“ – das heißt Umkehren, sich neu auf Gott ausrichten. Früher haben Christen deshalb im Advent gefastet, wie vor Ostern. Das kann helfen, innerlich frei zu werden und körperliche und seelische Lasten loszuwerden.

Deine persönliche Zeit der Ruhe

Heute ist Advent oft vom Gegenteil bestimmt: Hektik, Feiern, Schlemmen. Dagegen hat Gott grundsätzlich gar nichts. Aber vielleicht hilft es dir, Advent mal anders anzugehen: durch bewusstes Genießen und gelegentliches Verzichten. Durch Zeiten der Ruhe und Stille, die du dir gönnst. Weniger Plätzchen, mit lieben Menschen geteilt. Und indem du deine Gedanken immer wieder auf den richtest, der gekommen ist – und der auch bei dir ankommen will.

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