Weihnachten

Geht Weihnachten trotz Corona und Abstand? Und was ist eigentlich die Bedeutung dieses Festes, das wir alle Jahre wieder so mühevoll vorbereiten?

Schon in Weihnachtsstimmung?

Plätzchenduft schwebt durch die hübsch dekorierten Räume, die Kerzen flackern, Weihnachtslieder schallen aus den Boxen, draußen fällt der Schnee fröhlich tanzend. Innen wohlig warm und außen frisch und kalt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Hier noch ein Einkauf, dort noch das Rezept fürs Festmahl heraussuchen, das Outfit liegt bereit. Alles perfekt. Unter dem mit Lichterkette geschmückten Weihnachtsbaum tummeln sich Geschenke. Er wird zum Hingucker der Feiertage. Und über all dem diese Stimmung: Weihnachtsstimmung.

Die Bedeutung von Weihnachten

„Es begab sich aber zu der Zeit …“ Fast märchenhaft beginnt die Erzählung um Jesu Geburt in Lukas 2. Kaiser Augustus lässt eine Volkszählung ausrufen. Jeder muss sich in den Heimatort seines Vaters begeben. So auch Joseph, der daraufhin mit der hochschwangeren Maria nach Bethlehem reisen muss. Dramatisch geht es weiter. Natürlich sind die Herbergen durch die vielen Reisenden alle voll belegt, doch Maria bekommt Wehen. Das Kind kommt. Und plötzlich ist er da. Da liegt er nun: der Retter der Welt.

Das Geschenk zu Weihnachten

Ob Jesus nun in einem Stall geboren wurde, wissen wir nicht. In der Bibel steht nur, dass Maria ihn in Windeln wickelt und in eine Krippe legt. Die Vorstellung liegt aber nahe, dass es dort nicht besonders sauber gewesen sein kann. Und das soll der verheißene Messias sein? Das jüdische Volk, das so lange schon auf seinen Befreier und Retter wartete, hatte ihn sicher schon vor Augen: heldenhaft, stattlich, mit goldener Rüstung und einem Heer von Engeln. Stattdessen liegt dort dieses hilflose, abhängige Baby im Staub. Wie so oft sind Gottes Pläne anders als die Vorstellungen der Menschen. „Damit wir durch seine Liebe reich werden, wurde Gott arm für uns,“ heißt es in einem Lied von Peter Strauch. Gott sandte dieses arme kleine Wesen auf diese Erde und macht uns damit das größte Geschenk, das wir je empfangen können. Dieses kleine Wesen wurde rund 30 Jahre später am ersten Ostern, als Jesus Christus am Kreuz für uns starb, zum Retter. Er machte mit seinem Tod die Versöhnung mit dem allmächtigen Gott wieder möglich.

Am 25. Dezember erinnern wir uns an dieses Geschenk Gottes, das in Bethlehem geboren wurde: Wir feiern Weihnachten, das am 24. Dezember mit dem Heiligabend eingeleitet wird. Am 2. Weihnachtsfeiertag gedenkt man in den evangelischen Kirchen der Fleischwerdung des Wortes durch Jesu Geburt. Die römisch-katholische Kirche, sowie die Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche begehen am 26. Dezember den Stephanustag in Gedenken an seinen Namensgeber, der als erster christlicher Märtyrer gilt. Die Vorweihnachtszeit, Advent, stimmt uns darauf ein und erinnert uns zusätzlich jedes Jahr neu daran, dass wir uns darauf freuen dürfen, dass Jesus ein zweites Mal auf diese Welt kommen wird.

Doch einen Satz hört man in den letzten Wochen und Monaten immer wieder: „In diesem Jahr ist alles anders.“

Weihnachten trotz Corona?

Ob das Jahr irgendwann einmal als „Corona- oder COVID-19-Jahr“ in die Geschichte eingehen wird, wissen wir noch nicht, dennoch spüren wir die Auswirkungen in diesen Tagen besonders deutlich. Die Gesetzeslage änderte sich in den letzten Wochen gefühlt stündlich und immer wieder stand die Frage im Raum, ob man seine engste Familie über die Weihnachtsfeiertage überhaupt wird sehen dürfen. Eines steht fest: Das große Familienfest mit allen nahen und fernen Verwandten im trauten Beisammensein wird in dieser Form nicht stattfinden können. Aber muss Weihnachten deswegen dieses Jahr ausfallen?

Jetzt erst recht, findet Bibel TV. Ja, in diesem fast vergangenen Jahr 2020 war und ist vieles anders und auch Weihnachten wird für viele nicht sein wie sonst. Aber gerade Weihnachten ist das Fest zum Besinnen, zum Reflektieren und Neuausrichten und zum Hoffen. Und gerade jetzt brauchen wir etwas, worauf wir hoffen können. Gerade jetzt wollen wir uns auf den besinnen, der zum Retter der Welt wurde und zur Hoffnung dieser Menschheit. Auch, wenn vieles anders ist – gerade jetzt wollen wir uns an Weihnachten an seine Geburt erinnern.

Der Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes muss auch trotz der Situation nicht ausfallen. Dem ein oder anderen wird es möglich sein, unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen an einem Weihnachtsgottesdienst oder einer Christmette teilzunehmen. Einige Gemeinden verlagern ihre Veranstaltungen auch ins Freie oder in digitale Welten, sodass es auch im Lockdown oder sogar in Quarantäne möglich ist, an kirchlichen Weihnachtsfeiern teilzunehmen. (Natürlich gibt es auch auf Bibel TV entsprechende Angebote. Hier finden Sie mehr.)

Vielleicht wird für den ein oder anderen die Weihnachtszeit so auch entspannter, weil einige Termine, die sonst für Weihnachtsstress sorgen, einfach wegfallen. Auch der Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage selbst werden in kleiner Runde stattfinden. Vielleicht finden wir in diesem Jahr dadurch die Zeit, die so häufig fehlt, den Advent so richtig zur Vorbereitung auf Weihnachten und zur Besinnung auf Jesus und seine Ankunft zu nutzen.

 

 

Das Weihnachtsprogramm auf Bibel TV

Tolle Highlights, Spielfilme, musikalische Weihnachtssendungen und Live-Gottesdienste

Informieren Sie sich jetzt