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Berthold Pelster

Berthold Pelster moderiert die Sendungen „Weitblick – Christliches Leben global“ und „Spirit – Christliche Impulse“, die von KIRCHE IN NOT in München produziert werden.

Herr Pelster, was ist Ihre Lieblingsbibelstelle?

Mir bedeuten die Psalmen sehr viel. Zum Beispiel Ps 27,1: JHWH ist mein Licht und mein Heil. Wen sollte ich fürchten? JHWH ist der Hort meines Lebens, vor wem sollte mir bangen? Was haben Sie mit der Bibel erlebt? Die Bibel prägt maßgeblich mein Weltbild. Sie offenbart mir Ursprung und Ziel meines Lebens. Und sie hat mir Hilfestellung gegeben bei wichtigen persönlichen und beruflichen Weichenstellungen.

Welche Persönlichkeit hat Sie beeindruckt?

Ich bewundere Menschen, die uns den Sinn des Lebens deuten, wie zum Beispiel Joseph Ratzinger als Theologe und als Papst. Genauso beeindrucken mich Menschen, die den Glauben in die Tat umsetzen: Sozialreformer wie Adolph Kolping oder Johann Hinrich Wichern oder Heilige der Nächstenliebe wie Mutter Teresa von Kalkutta.

Welche (christlichen) Werte sind Ihnen besonders wichtig?

Die Bibel betont die Gleichheit der Würde aller Menschen. Deshalb verdienen alle eine menschenwürdige Behandlung und faire Lebenschancen. Die Gleichheit der Menschen betrifft aber auch ihre Sündhaftigkeit: Niemand ist perfekt, alle sind wir unvollkommen, Sünder eben. Für mich ist gerade das Neue Testament eine gute Schule für Selbstkritik und Bescheidenheit und gegen Selbstgerechtigkeit und Dünkel.

Nennen Sie uns eine Lebensweisheit aus Ihrem reichen Erfahrungsschatz

Es ist häufig gut, die Dinge vom Ende her zu betrachten. Da relativiert sich manche momentan arge Bedrängnis. Und für uns Christen liegt das Beste sowieso erst noch in der Zukunft: das ewige Leben bei Gott. Mit 18 hat man noch Träume … Die Jugend ist die Zeit des hochfliegenden Idealismus: „Wir werden alles besser machen.“ Mit der Zeit aber lernt man, dass die Komplexität dieser Welt das Begreifen hoffnungslos übersteigt. Da ist es besser, Albert Einstein zu folgen: „Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.“

Welchen Wunschberuf hatten Sie als Kind?

Als Kind war ich fasziniert von Pflanzen und Tieren und wollte Naturforscher werden. Als junger Erwachsener wurde die Frage immer wichtiger, wie bzw. vielmehr durch WEN all die Naturschönheiten entstanden sind.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?

Nach Neuseeland: Wegen seiner atemberaubend schönen Landschaft und Natur, weit abgeschieden im Ozean liegend, eine ganz eigene Welt.

Welche Sendungen bei Bibel TV sehen Sie gerne?

„Die Bibel aus jüdischer Sicht“ mit der Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide. Die Sendereihe hilft, Jesus und seine Zeit besser zu verstehen. Worüber können Sie lachen? Durchaus mal über albernen Klamauk, sofern er gut gemacht ist. Gerne auch über Karikaturen, die menschliche Schwächen aufs Korn nehmen oder gesellschaftliche Missstände, wobei einem da das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt.

Was gibt Ihnen Kraft im Alltag?

Kraft schöpfe ich im Letzten aus meiner Geborgenheit in Gott, die ich mir im (oft nur rudimentären) Stundengebet täglich ins Bewusstsein rufe. Geborgenheit finde ich zugleich bei meiner Ehefrau, die Gott mir an die Seite gestellt hat.

Mit 18 hat man noch Träume …

Die Jugend ist die Zeit des hochfliegenden Idealismus: „Wir werden alles besser machen.“ Mit der Zeit aber lernt man, dass die Komplexität dieser Welt das Begreifen hoffnungslos übersteigt. Da ist es besser, Albert Einstein zu folgen: „Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden.“

Welche Botschaft möchten Sie unseren Zuschauern mit auf den Weg geben?

Macht Euch nicht zu viele Sorgen. Euer Leben ist behütet und ruht in Gottes Hand – auch wenn es manchmal nicht so aussieht, das Leben holprig verläuft und ihr so manches Päckchen zu tragen habt.