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Tobias Schier

Tobias Schier moderiert die Sendung "Musik Couch" (14-tägig Freitag/ 05:15) und interviewt Künstler-Persönlichkeiten mit ihren persönlichen Geschichten. Außerdem ist er Mitbegründer und Leiter des Radiosenders ERF Pop von ERF Medien. 

Was ist Ihre Lieblingsbibelstelle?

Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Tatsächlich liebe ich es, die Bibel zu lesen. Ich lasse mich gerne vom Wort Gottes trösten, herausfordern, erinnern, ermahnen … Deswegen kann ich nicht sagen, dass es die eine Stelle ist. Dennoch gibt es einige Stellen, die mich in meinem Leben stark geprägt haben. Zum Beispiel der Vers hier. Er steht im Psalm 51. „Erschaffe mir Gott, ein reines Herz, und erneure in mir einen festen Geist“.

Was haben Sie mit der Bibel erlebt?

Es gibt kein anderes Buch, in das ich so tief eintauchen kann und das so viel Weisheit enthält. Ich habe erlebt, dass die Bibel wahr ist – ausnahmslos.

Welche Persönlichkeit hat Sie beeindruckt?

Mich beeindrucken Persönlichkeiten, die trotz ihres Umfeldes und der Umstände an ihrem Glauben und an Gott festhalten. Davon gibt es viele. Corrie ten Boom oder auch Dietrich Bonhoeffer sind nur zwei davon. Auch meine drei Kinder sind Persönlichkeiten haben mich mit ihren 8 und 10 Jahren schon oft beeindruckt. Sie stehen zu ihrem Glauben und verteidigen ihn, aber sie leben ihn auch ganz praktisch. Manchmal viel praktischer, als ich das tue. Hierbei denke ich dann auch an Smith Wigglesworth, dessen Leben mich zutiefst beeindruckt hat.

Welche (christlichen) Werte sind Ihnen besonders wichtig?

Man kann viel über die unterschiedlichsten Werte reden, die alle wichtig sind. Treue, Ehrlichkeit, Liebe, Wahrheit, … Mein Gebet ist es, dass die Frucht des Geistes mehr und mehr wächst in meinem Inneren, denn diese Frucht lässt mich mein Leben so gestalten, wie es wertvoll ist, für mich für Gott und für andere. So gerne möchte ich Jesus immer ähnlicher werden und genau dafür brauche ich den heiligen Geist mit allem, was er gibt: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Nennen Sie uns eine Lebensweisheit aus Ihrem Erfahrungsschatz

Keine Ahnung, ob ich dafür schon weise genug bin, aber eines habe ich gelernt. Der Liebe Gottes ist nichts unmöglich. Nichts und niemand ist so stark wie sie.

Mit 18 hat man noch Träume…

…. Und heute immer noch. Mit 18 stand mir die Welt offen und ich musste mich erst einmal zurechtfinden, orientieren. Ich erinnere mich noch, wie ich nach meinem Abitur in meinem Zimmer saß mit einer einzigen Frage im Kopf: „Und jetzt?“ Kein geregelter Schulalltag mehr mit Hausaufgaben und Klausuren. Niemand, der mir sagt, was als nächstes zu tun ist. Mein Traum war es immer, eine Familie zu gründen, ein eigenes zuhause zu haben und Menschen um mich, die mich lieben. Ich lebe meinen Traum.

Welchen Wunschberuf hatten Sie als Kind?

Da gab es einige. Ich erinnere mich noch, dass ich Polizist werden wollte, weil ich Gerechtigkeit liebe. Dann weiß ich noch, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe in die Entwicklungshilfe zu gehen. Aber mein aller größter Wunsch war es damals, Schauspieler zu werden. Ich habe auch bei einigen Schauspielschulen vorgesprochen. Mittlerweile arbeite ich beim Radio und schreibe christliche Kinderhörspiele, bei denen ich Regie führe und die ich mit einem Kollegen zusammen produziere. Meine Schauspiel-, Theater- und Radioerfahrung hilft mir in meiner Arbeit mit den Schauspielern, die ich sehr genieße.

Wohin würden Sie gerne einmal reisen?

Ich bin dieses Jahr in Kroatien und Österreich gewesen, beruflich war ich in Florida. Was ich merke ist: Gottes Erde ist überall wunderschön, sie begeistert mich, egal an welchem Ort ich bin. Es gibt’s für mich keinen Ort, der schöner ist, als alle anderen. Trotzdem würde ich gerne einmal die Möglichkeit haben mit meiner Familie nach Israel zu reisen, um die Orte zu sehen, von denen ich in der Bibel lese. Das wäre ein riesiges Geschenk für mich.

Welche Sendungen bei Bibel TV sehen Sie gerne?

Ganz ehrlich: Ich lerne gerne. Und wenn ich das Fach Geschichte in der Schulzeit nicht wirklich leiden konnte, so kann ich mich heute in dem Punkt nicht begreifen. Heute faszinieren mich historische Themen, Figuren und Ereignisse der Geschichte. Ich mag die Dokumentationen und Lebensberichte, aber auch Joyce Meyer oder Die Erde aus der Luft.

Worüber können Sie lachen?

Über Humor, der andere nicht verletzt. Sarkasmus oder Ironie mag ich nicht besonders gerne, aber Situationskomik und Sprachwitz kann mich echt aus den Socken hauen. Neulich musste ich bei uns in der Stadt, das Auto mal für ein paar Minuten rechts ranfahren, weil sich vor lauter lachen meine Augen mit Tränen füllten und ich immer langsamer wurde. Es muss aber nicht unbedingt etwas Witziges passieren, damit ich lache. Ich kann auch richtig gut lachen, einfach nur, weil ich mich freue. Ich liebe es, zu lachen.

Was gibt Ihnen Kraft im Alltag?

Gespräche mit Gott und mit meiner Frau. Wenn ich müde oder fertig bin, dann tut es mir gut zu beten und Gott um Kraft zu bitten. Manchmal rufe ich auch einfach nur zuhause an und muss die Stimme meiner Frau und die meiner Kinder hören, dann ist die Freude und Kraft wieder da.

Welche Botschaft möchten Sie unseren Zuschauern mit auf den Weg geben?

Liebe das Leben, liebe die Menschen – um jeden Preis. Nichts anderes hat Gott für dich getan.