Ostern

Happy End gefällig(st)?!

Die allermeisten Menschen werden sich derzeit nach einem ganz bestimmten Ende sehnen. Seit rund einem Jahr sind wir nun in dieser Situation. Es wird vermutlich das zweite Osterfest in Folge, das viele Menschen nicht wie gewohnt im Kreise der erweiterten Familie feiern können. Gerade jetzt ist die Botschaft von Ostern die eine Hoffnung, die in jeder Situation ein fröhliches Grinsen aufs Gesicht zaubern kann. Es ist das Happy End, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung für die Menschheit eröffnet und greifbar gemacht hat.

Warum Ostern? – Die Bedeutung von Ostern

An Ostern gedenken Christen aller Welt der Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuz. Es ist das höchste Fest im Kirchenjahr und bildet das Zentrum des christlichen Glaubens.

Die Bibel berichtet davon, dass Gott eine perfekte Welt geschaffen hat. Das tatsächliche Paradies auf Erden. Doch – wie es weiterging, ist bekannt. Mit der Sünde kam auch der Tod in die Welt. Und der Mensch versteckte sich vor Gott (nachzulesen in Genesis 3). Er merkte selbst, dass irgendetwas zerbrochen war. Gemeinschaft mit Gott war nicht mehr möglich. Mit seinem bereitwilligen Tod am Kreuz, dem an Karfreitag gedacht wird und seiner Auferstehung hat Jesus den Tod und die Sünde besiegt.

Der Graben, der zwischen den Menschen und Gott bestand, ist jetzt überbrückt und begehbar. Gemeinschaft ist wieder möglich. Gerade deswegen dürfen wir Christen uns auf das beste Happy End aller Zeiten freuen: die Ewigkeit in Gottes Gesellschaft.

Die Sache mit der Auferstehung

Die Botschaft von Jesu Auferstehung wird den Evangelien nach bemerkenswerterweise zuerst einer Gruppe von Frauen verkündet (Matthäus 28). Frauen wurden zu dieser Zeit juristisch nicht als glaubwürdig angesehen, dennoch entschieden sich die Schreiber der Evangelien bewusst, dieses Detail nicht auszulassen. Sie wollten offenbar einen authentischen und unverfälschten Bericht.

Obwohl Jesus seinen Jüngern es selbst angekündigt hatte, rechneten sie nicht mit der Auferstehung (Markus 16). Niedergeschlagen, entmutigt und desillusioniert trauerten sie um ihr verstorbenes Idol. Der Botschaft der Frauen, die gerade einem Engel begegnet waren, trauten sie nicht. Stattdessen versanken sie in Selbstmitleid: Jesus – mit dem sie so viel erlebt hatten – war gestorben. Er war wohl doch nicht der versprochene Messias, auf den das jüdische Volk schon so lange wartete.

Alle Restzweifel beseitigt?

Doch plötzlich steht er vor ihnen. Leibhaftig erscheint Jesus selbst seiner geliebten Truppe Zweifler, aber noch immer sind nicht alle überzeugt. Daher gibt er ihnen die Möglichkeit seine Wunden an den mit Nägeln durchbohrten Händen anzufassen. Jesus nimmt sich dort die Zeit, ihre Zweifel zu beseitigen. Auf solch geduldige und liebevolle Weise widmet er sich auch heute Menschen, die ihn ehrlich suchen und mit ihren Zweifeln zu ihm kommen.

Das Wort „Ostern“ – Bedeutung und Wortherkunft

Das Osterfest hat enge Parallelen zum jüdischen Passahfest. Dort wird unter anderem die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten gefeiert. Mit Ostern feiern Christen die Befreiung aus der Sklaverei der Sünde. Da verwundert es nicht, dass in vielen Sprachen die aramäische Wortwurzel „pascha“ im Wort für Ostern noch erkennbar ist.

Bei dem deutschen Wort gibt es mehrere Möglichkeiten der Wortherkunft. Es wird vermutet, dass es sich von der indogermanischen Göttin „Ostara“ ableitet. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich der Name auf das althochdeutsche Wort „ostarun“ mit der Wortbedeutung „Morgenröte“ bezieht.

Ein krönender Abschluss – Wie feiern Christen?

In der römisch-katholischen Tradition bildet das Osterfest den Abschluss des Triduum Sacrum (lateinisch: „heilige drei Tage“). Diese Feiern beginnen am Gründonnerstag und haben ihren Höhepunkt in der Osternacht. Symbolisch für die Erwartung der Wiederkunft Christi wacht die Kirche diese ganze Nacht hindurch. Die Feier beginnt frühestens nach Sonnenuntergang mit der Entzündung der Osterkerze und endet vor der Morgendämmerung mit einer Eucharistiefeier.

Viele evangelische Kirchen feiern in ähnlicher Weise. Manche Gemeinden beginnen am Vorabend mit Gebet und Meditationen. In den frühen Morgenstunden folgt eine Auferstehungsandacht mit Kerzen. Nach der Lesung der Ostergeschichte wird der charakteristische Osterruf „Der Herr ist auferstanden!“ mit einem Orgelspiel abgeschlossen. Ein darauffolgendes Osterfrühstück in geselliger Runde lädt ein, die Auferstehung gemeinsam zu feiern.

In orthodoxen Kirchen versammelt man sich zunächst zum Mitternachtsgebet. Anschließend werden alle Lichter der Kirche gelöscht und das „Heilige Feuer“ an die Gläubigen verteilt. Die Glocken läuten begleitend zum Gesang.

Im freikirchlichen Bereich hat das Osterfest auch einen festlichen Charakter. Manche Gemeinden organisieren Nachtgottesdienste, Musical- und Gospelevents. Oftmals werden auch Taufgottesdienste mit Zeugnissen in die Osterfeierlichkeiten integriert. Die Stimmung ist fröhlich, offen und einladend.

Gesetzliche Feiertage, Zeitpunkt und Co.

Die letzte Woche vor dem Ostersonntag wird Karwoche genannt. Eingeläutet wird diese mit dem Palmsonntag, an dem Christen Jesu Einzug nach Jerusalem gedenken. An das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern erinnert man sich an Gründonnerstag. Am darauffolgenden Tag, dem Karfreitag, gedenken Christen Jesu Tod am Kreuz auf Golgatha, am Karsamstag ist Grabesruhe und am folgenden Sonntag, dem Ostersonntag, feiern Christen die Auferstehung Jesu.

Früher läutete der Ostersonntag eine Feierwoche ein, in der die ersten drei Tage als arbeitsfrei galten. Übrig geblieben ist davon heute noch der Ostermontag, der in einigen Ländern als Feiertag begangen wird. Ebenso ist der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag.

Da das Passahfest und die Leidenstage Jesu zur gleichen Zeit stattgefunden haben, orientiert sich das Osterfest zeitlich an dem Zeitpunkt der jüdischen Feier.  

Viele östliche Kirchen, wie die russisch-orthodoxe Kirche, feiern das Osterfest zu einem anderen Zeitpunkt, da sie sich gegen eine Umstellung auf den gregorianischen Kalender und für eine Beibehaltung des julianischen Kalenders entschieden. So ergeben sich Unterschiede von bis zu fünf Wochen.

Ostern mit Bibel TV – Programm und Gottesdienste

Obwohl die Kirchen teilweise geschlossen bleiben, muss nicht auf einen Ostergottesdienst verzichtet werden. Viele Gottesdienste unterschiedlichster Konfessionen und Denominationen werden um Ostern auf der Live-Gottesdienst-Plattform übertragen. In moderner und ganz klassischer Form, für die Kleinen und die Großen.

Und auch auf dem Fernsehsender Bibel TV gibt es verschiedenste Gottesdienst-Angebote. Eine Übersicht der Angebote findest du hier.

Auch in diesem Jahr haben wir wieder viele Highlights für dich im Programm. Schau doch gerne außerdem das Angebot in der Mediathek und in der App. Dort findest du viele weitere Sendungen, um Ostern doch noch als ein intensives Glaubensereignis zu gestalten. (Zur Programmübersicht.)

Top-Osterfilme

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Oster-Impulse

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Ostermusik-Sendungen

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Ostern für Kinder

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Noch mehr Ostersendungen

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Oster-Dokumentationen

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im Kalender 2021:

Sonntag 4. April

Die Ostergeschichte

Für Kinder erklärt: Ostersonntag

Für Kinder erklärt: Osterbräuche

Live-Gottesdienste erleben