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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Der Prophet Haggai
Erfolgreicher Aufruf zur Arbeit am Tempel
1 Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tag des Monats, geschah das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai zu Serubbabel, dem Sohn des Schealtiël, dem Statthalter[1]gleichzeitig ein militärischer Führer von Juda, und zu Jeschua[2]hebr. jehoschua; aus »Jeschua« ist in der LXX der Name »Jesus« entstanden., dem Sohn des Jozadak, dem Hohen Priester:
2 So spricht der Herr der Heerscharen: Dieses Volk sagt: Die Zeit ist {noch} nicht gekommen, das Haus des Herrn zu bauen[3]so LXX u. syr. Üs. ; Mas. T. : Es ist nicht die Zeit zu kommen, die Zeit, das Haus des Herrn zu bauen.
3 Und das Wort des Herrn geschah durch den Propheten Haggai:
4 Ist es für euch selber {an der} Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus verödet daliegt?
5 Und nun, so spricht der Herr der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege!
6 Ihr habt viel gesät, aber wenig eingebracht; ihr esst, aber werdet nicht satt[4]w. und {da ist} kein Sattwerden, o. aber nicht zum Sattwerden; ihr trinkt, aber seid noch durstig[5]w. und {da ist} kein Betrunkenwerden, o. aber nicht zum Betrunkenwerden; ihr kleidet euch, aber es wird keinem warm[6]w. und {da ist} kein Warmwerden, o. aber nicht zum Warmwerden; und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn in einen durchlöcherten Beutel.
7 So spricht der Herr der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege!
8 Steigt hinauf ins Gebirge und bringt Holz herbei und baut das Haus! Dann werde ich Gefallen daran haben und mich verherrlichen[7]o. verherrlicht werden, spricht der Herr.
9 Ihr habt nach vielem ausgeschaut, und siehe, es wurde wenig. Und brachtet ihr es heim, so blies ich hinein. Weshalb das?, spricht der Herr[8]w. ist der Ausspruch des Herrn der Heerscharen. Wegen meines Hauses, das verödet daliegt, während ihr lauft, jeder für sein eigenes Haus.
10 Deshalb hat um euretwillen[9]o. über euch der Himmel den Tau zurückgehalten, und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten.
11 Und ich habe eine Dürre gerufen über das Land und über die Berge und über das Korn und über den Wein und über das Öl und über das, was der Erdboden hervorbringt, und über die Menschen und über das Vieh und über allen Arbeitsertrag der Hände.
12 Da hörten Serubbabel, der Sohn des Schealtiël, und der Hohe Priester Jeschua, der Sohn des Jozadak, und der ganze Rest des Volkes auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes, und auf die Worte des Propheten Haggai, so wie der Herr, ihr Gott, ihn gesandt hatte, und das Volk fürchtete sich vor dem Herrn.
13 Da sprach Haggai, der Bote des Herrn, im Auftrag[10]w. im Botenauftrag des Herrn zum Volk: Ich bin mit euch, spricht der Herr[8]w. ist der Ausspruch des Herrn.
14 Und der Herr erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls, des Statthalters[1]gleichzeitig ein militärischer Führer von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohen Priesters, und den Geist des ganzen Restes des Volkes, sodass sie kamen und sich an die Arbeit am Haus des Herrn der Heerscharen, ihres Gottes, machten,
15 am 24. Tag des sechsten Monats im zweiten Jahr des Königs Darius.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Aufforderung zum Wiederaufbau des Tempels
1 Im zweiten Regierungsjahr des Königs Darius, am 1. Tag des 6. Monats, gab der HERR dem Propheten Haggai eine Botschaft für Serubbabel, den Sohn Schealtiëls, den königlichen Bevollmächtigten in Juda, und für den Obersten Priester Jeschua, den Sohn Jozadaks.
2-3 Der HERR ließ den Propheten Folgendes verkünden: »So spricht der HERR, der Herrscher der Welt: ›Dieses Volk behauptet, es sei noch zu früh, meinen Tempel wieder aufzubauen.
4 Aber es ist offenbar nicht zu früh, dass sie selbst in prächtigen Häusern wohnen, während mein Haus noch in Trümmern liegt!
5 Achtet doch einmal darauf, wie es euch ergeht!
6 Ihr habt reichlich Samen ausgesät und doch nur eine kümmerliche Ernte eingebracht. Das Korn reicht nicht zum Sattwerden und der Wein nicht für einen ordentlichen Schluck. Ihr müsst frieren, weil ihr nicht genug anzuziehen habt. Und das Geld, das einer für seine Arbeit bekommt, zerrinnt ihm zwischen den Fingern.‹
7 Deshalb sagt der HERR, der Herrscher der Welt: ›Merkt ihr denn nicht, weshalb es euch so schlecht geht?
8 Geht ins Gebirge, schlagt Holz und baut meinen Tempel! Daran habe ich Freude; damit ehrt ihr mich!
9 Ihr habt viel erhofft und wenig erreicht. Wenn ihr den Ertrag eurer Arbeit in eure Häuser brachtet, blies ich ihn fort. Warum das alles? Ihr lasst mein Haus in Trümmern liegen und jeder denkt nur daran, wie er sein eigenes Haus baut!
10 Deshalb kommt vom Himmel weder Tau noch Regen für euch und die Erde lässt nichts mehr wachsen.
11 Deshalb habe ich diese Dürre über euer Land kommen lassen, über die Berge, die Kornfelder, die Weingärten und Olivenhaine, sodass nichts mehr gedeiht. Menschen und Tiere müssen darunter leiden, und was ihr unternehmt, will euch nicht mehr gelingen.‹«
Gott sagt den Bauwilligen seinen Beistand zu
12 Serubbabel, Jeschua und alle, die vom Volk von Juda übrig waren, nahmen sich zu Herzen, was der HERR, ihr Gott, ihnen durch Haggai sagen ließ. Sie erkannten, dass Gott den Propheten zu ihnen geschickt hatte, und erschraken darüber, dass sie den HERRN nicht gebührend geehrt hatten.
13 Da ließ der HERR ihnen durch seinen Boten Haggai sagen: »Ich stehe euch bei! Ich, der HERR, sage es.«
14-15a So machte der HERR den königlichen Bevollmächtigten Serubbabel, den Obersten Priester Jeschua und den Überrest des Volkes bereit, den Tempel des HERRN, des Herrschers der Welt, ihres Gottes, wieder aufzubauen. Sie begannen mit der Arbeit am 24. Tag des 6. Monats.
Die künftige Herrlichkeit des Tempels
15b Im zweiten Regierungsjahr des Königs Darius,
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart