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Elberfelder Bibel

Kain und Abel

1 Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar Kain[1]d. h. so viel wie Erworbenes, Gewinn; und sie sagte: Ich habe einen Mann hervorgebracht[2]o. erworben mit dem Herrn.

2 Und sie gebar noch einmal, {und zwar} seinen Bruder, den Abel[3]hebr. hevel; d. h. Hauch, Nichtigkeit. Und Abel wurde ein Schafhirt, Kain aber wurde ein Ackerbauer.

3 Und es geschah nach einiger Zeit, da brachte Kain von den Früchten des Ackerbodens dem Herrn eine Opfergabe.

4 Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;

5 aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich.

6 Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt?

7 Ist es nicht {so} , wenn du recht tust, erhebt es sich[4]w. Ist nicht, wenn du recht tust, Erhebung; vgl. Hi11,15? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen.[5]w. Wenn du aber nicht recht tust, lagert er – die Sünde – zur Tür hin. Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber sollst über ihn herrschen. – Der Wechsel des Geschlechts (Sünde – er) ist nicht befriedigend zu erklären.

8 Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel[6]SamPent, LXX, syr. und die alte lat. Üs. lesen hier noch: Lass uns aufs Feld gehen!. Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn.

9 Und der Herr sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sagte: Ich weiß nicht[7]o. habe es nicht erkannt. Bin ich meines Bruders Hüter?

10 Und er sprach: Was hast du getan! Horch! Das Blut[8]w. Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her.

11 Und nun, verflucht seist du von dem Ackerboden hinweg, der seinen Mund aufgerissen hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!

12 Wenn du den Ackerboden bebaust, soll er dir nicht länger seine Kraft geben; unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde!

13 Da sagte Kain zu dem Herrn: Zu groß ist meine Strafe[9]o. Schuld, als dass ich sie tragen könnte.

14 Siehe, du hast mich heute von der Fläche des Ackerbodens vertrieben, und vor deinem Angesicht muss ich mich verbergen und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird geschehen: Jeder, der mich findet, wird mich erschlagen.

15 Der Herr aber sprach zu ihm: Nicht so[10]so mit LXX, Vulg. , der syr. und anderen alten Üs. ; Mas. T. : Darum, jeder, der Kain erschlägt – siebenfach soll er gerächt werden! Und der Herr machte an Kain ein Zeichen, damit ihn nicht jeder erschlug, der ihn finden würde.

16 So ging Kain weg vom Angesicht des Herrn und wohnte im Land Nod[11]d. h. Land der Heimatlosigkeit, östlich von Eden.

Nachkommenschaft Kains – Sets Geburt und Nachkomme

17 Und Kain erkannte seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Henoch. Und er wurde der Erbauer einer Stadt und benannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Henoch.

18 Dem Henoch aber wurde Irad geboren; und Irad zeugte Mehujaël, und Mehujaël zeugte Metuschaël, und Metuschaël zeugte Lamech.

19 Lamech aber nahm sich zwei Frauen; der Name der einen war Ada und der Name der andern Zilla.

20 Und Ada gebar Jabal; dieser wurde der Vater derer, die in Zelten und unter Herden wohnen.

21 Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser wurde der Vater all derer, die mit der Zither und der Flöte umgehen.

22 Und Zilla, auch sie gebar {, und zwar} den Tubal-Kain, den Vater all derer, die Kupfer und Eisen schmieden[1]so mit einer aram. Üs. ; Mas. T. : den Hämmernden jedes Arbeiters in Kupfer und Eisen. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.

23 Und Lamech sprach zu seinen Frauen: Ada und Zilla, hört meine Stimme! Frauen Lamechs, horcht auf meine Rede!Fürwahr, einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jungen für meine Strieme.

24 Wenn Kain siebenfach gerächt wird, so Lamech siebenundsiebzigfach.

25 Und Adam erkannte noch einmal seine Frau, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Set[2]hebr. schet; d. h. Ersatz: Denn Gott hat mir einen anderen Nachkommen[3]w. Samen gesetzt anstelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat.

26 Und dem Set, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enosch[4]d. h. Mensch. – Das Wort steht häufig im Zusammenhang mit der Hinfälligkeit des Menschen.. Damals fing man an, den Namen des Herrn anzurufen.

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