Liebe Zuschauerinnen, lieber Zuschauer, wenn Gott der Herrscher über allem ist, wie herrscht er über uns? Was unterscheidet Gott von Regierungschefs, Chefs allgemein, Diktatoren und Königen?
Wir haben es vor wenigen Wochen im Adventslied „Macht hoch die Tür gesungen. Sein Zepter, sein Herrschaftswerkzeug ist Barmherzigkeit. Barmherzigkeit meint die selbstlose und liebevolle Zuwendung an alle, die es nicht verdient haben. Andere Herrscher führen mit Macht und Gewalt. Obwohl oder gerade weil Gott alle Macht hat, führt er mit Barmherzigkeit. Er geht nicht so gerecht mit uns um, wie wir es verdient hätten. Nein, er wendet sich uns liebevoller zu und schenkt uns mehr, als wir verdient haben. Und weil sich Gott uns in dieser liebevollen Barmherzigkeit zuwendet, können wir uns auch anderen liebevoller und barmherziger zuwenden, als sie es verdient hätten.
Das sagt uns die Jahreslosung für das neue Jahr.
Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Zu wem werden Sie heute netter sein, als er es verdient hätte? Wem werden Sie geduldiger zuhören? Wen werden Sie vielleicht beim Autofahren reinlassen, obwohl er so drängelt und ihm dabei auch noch Gottes Segen wünschen? Wem werden Sie heute nicht widersprechen? Wem werden Sie helfen, obwohl er es nicht verdient hat? Und wen werden Sie besuchen? Wen werden Sie ermutigen?
Das können wir mit Gottes Hilfe, weil Gott Sie und mich, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Deswegen können wir anderen seine Liebe weitergeben.
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.