Liebe Zuschauerin, lieber Zuschauer, unter uns Christen in unseren großen und kleinen Kirchen erlebe ich zwei unterschiedliche Herangehensweisen an Gottes Wort. Die einen schauen erst auf ihre Lebenswirklichkeit und schauen, wie sich das Leben für sie anfühlt. Und dann schauen sie in die Bibel und wenn das beides nicht zusammenpasst, dann liegt vermutlich für sie die Bibel falsch. Und dann fangen sie an, die Bibel so zu interpretieren, dass sie zu ihrer Lebenswirklichkeit passt. Und die anderen schauen erst in die Bibel und dann auf ihre Lebenswirklichkeit und versuchen, ihr Leben anhand der Bibel auszurichten. Was ist ihre Norm?
Der Monatsspruch gibt uns da einen Hinweis, wie herum Heilsames und gesundes Vorgehen aussehen kann. Und gleichzeitig ist das Gehorchen auf Gottes Wort gar nicht so einfach, weil Gottes Wort eben nicht immer wörtlich zu verstehen ist. Selbst in den frömmsten Gemeinden, die die Bibel relativ wörtlich nehmen, habe ich noch keine mit einem herausgerissenen Auge oder einer abgerissenen Hand gesehen, obwohl in der Bibel doch klar steht,
wenn dein Auge dich zum Abfall verführt, dann reiß es aus. Und auch bei der Hand so.
Folglich sind wir uns da einig, dass das symbolisch zu verstehen ist. Wie gehen wir mit dem Rest in der Bibel um? Das ist wirklich nicht einfach, weil die Bibel eben kein totes Handbuch ist. Sie ist das lebendige Wort Gottes. Und Gott eröffnet uns sein Wort, das Leben in ihm, in der Zwiesprache, im Leben mit ihm, durch den Heiligen Geist. Da hilft es, sich auch mit anderen Christen auszutauschen.
Und wenn das, was ich mit Gottes Hilfe in seinem Wort für mich für richtig erkannt habe, im Widerspruch ist zu dem, was andere Menschen tun oder sagen, dann hilft uns der Monatsspruch:
Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Ihnen viel Segen dabei.