Liebe Zuschauerin, lieber Zuschauer, die Jahreslosung zweitausendzweiundzwanzig steht in Johannes sechs.
Da sagt Jesus:
Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern. Und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
Und kurz danach sagt er den Satz, der zur Jahreslosung gewählt wurde:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Unser Leben lang machen wir als Menschen Erfahrungen der Ablehnungen. Als kleines Kind mussten wir erleben, dass unsere Mama nicht immer vierundzwanzig Stunden am Tag für uns da sein konnte, weil sie auch mal schlafen, duschen oder sonst wohin musste oder aus anderen Gründen uns nicht immer ihre volle Aufmerksamkeit schenken konnte.
Dann im Kindergarten gab es Kinder, die nicht mit uns spielen wollten. Als junge Erwachsene mussten wir erleben, dass vielleicht jemand, in den wir verliebt waren, nicht verliebt in uns war. Später gab es Arbeitgeber, die uns nicht anstellen wollten. Und heute geht uns vielleicht der Nachbar aus dem Weg. So viele Ablehnungen. Und diese verletzen uns und wir grenzen uns ab und wir werden einsamer.
Und dann kommt die Jahreslosung und erinnert uns daran, bei all der Ablehnung in dieser Welt gibt es jenseits dieser Welt einen, der uns nie absagt, der immer für uns Zeit hat, für all unsere Anliegen und der uns immer mit liebevollen Augen betrachtet und erwartet.
Er spricht:
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Und weil er uns nicht abweist, brauchen wir auch andere nicht abzuweisen, sondern können sie annehmen. Natürlich geht das nicht immer, aber vielleicht immer mehr.
Und das zu erleben, wie wir bei Christus angenommen sind und wie wir andere immer besser annehmen können durch seine Kraft und Liebe, das wünsche ich Ihnen, dass Sie das im Jahr zweitausendzweiundzwanzig erleben.