Liebe Zuschauerin, lieber Zuschauer, eigentlich sollte hier jetzt hinter mir von diesen Stufen Wasser sprudeln, aber das ist jetzt noch ausgeschaltet hier im Hamburger Park und damit passt das vielleicht sogar noch besser zu dieser Bibelstelle, wo jemand Gott vermisst und den Eindruck hat, Gott ist gar nicht da.
Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechtzt, so sehne ich mich nach dir, mein Gott. Ich dürste nach Gott, nach dem wahren lebendigen Gott, wann darf ich zu ihm kommen? Wann darf ich ihn sehen?
Wann haben Sie diese Sehnsucht wie der Psalm-Beter zum letzten Mal gespürt? Und wenn Sie sie nicht gespürt haben, haben Sie vielleicht das noch grundlegendere Thema, dass Sie sich, wie es mir manchmal auch geht, gar nicht so auf Gott verlassen, dass wir in diese Sehnsucht kommen können. Wenn Sie Gott nicht manchmal vermissen, dann ist die Frage: Wie gut kennen Sie Gott eigentlich? Wer sich nicht auf Gott verlässt, wer diese Sehnsucht gar nicht kennt, der verpasst das eigentliche erfüllende Leben mit Gott. Der Psalmbeter dagegen hat das schon oft erlebt, dass es sprudelt, hat daran wunderschöne Erinnerungen. Wenn ich an früher denke, betet er, geht das Herz mir über.
Wann hatten Sie solche sprudelnden Gottesbegegnungen in letzter Zeit? Wenn nicht, dann lassen Sie sich neu auf Gott ein. Mit ihm als Quelle ist das Leben wunderbar. Und weil der Psalmbeter Gott kennt, ist es nur eine Frage der Zeit. Das weiß er, bis er Gott wieder loben kann. Er schreibt:
Auf Gott will ich hoffen. Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen. Ihn, meinen Gott, der mir hilft.
Und dass Sie diese Erfüllung im sprudelnden Leben mit Gott erleben und dann auch diese Sehnsucht spüren, das wünsche ich Ihnen. Meine Seele dürftet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.