Gott, wo bist du?
Wo bist Du Gott und warum hörst Du mich nicht? Im Impuls von Matthias Brender zu Jeremia 23,23 erfährst Du, wie Gott selber auf diese Fragen antwortet.
Transkript
Oft vergessen wir das. Die Bibel sagt nicht nur, dass Gott nahe ist. In der Bibel lesen wir genauso, dass Gott manchmal ziemlich weit weg ist. Da steht das so, das verkündigt uns Jeremia im Auftrag Gottes.
Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott, der ferne ist.
Das ist ein Text für alle, die denken, dass es Gott nicht gibt, weil er sich gerade als nicht nahe anfühlt. Gott ist trotzdem da. Und manchmal fühlt sich Gott näher an und manchmal weiter. Und Gott ist immer ein bisschen anders, als wir denken und wir können ihn nie ganz begreifen oder ganz erfühlen, ganz verstehen. Bei Jeremia ist Gott ferne, weil die Menschen auf die falschen Propheten gehört haben. Nicht jeder, der von Gott redet, kennt ihn auch so gut, dass er uns immer Richtung vorgeben kann. Es ist schmerzhaft festzustellen, auch viele Freunde von Gott haben über alle Jahrhunderte das erlebt, diese Gottesferne und manche nennen sie die dunkle Nacht der Seele. Und von Nächten wissen wir, dass jede Nacht einmal vorbei ist.
Es ist manchmal so, dass wir Gott nicht spüren, aber das heißt nicht, dass wir was falsch gemacht haben oder dass irgendetwas falsch ist. Glauben heißt vertrauen auf das, was man nicht sieht und auch nicht spürt. Und dann gilt es trotzdem, treu auszuharrern, bis der helle Tag anbricht. Eines Tages werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht erleben, ganz nah. Und es lohnt sich dranzubleiben an diesem Gott, den wir nie ganz verstehen können, aber von dem wir wissen, dass er gut ist und eines Tages alle Tränen abwischen wird.
Und das zu erleben, das wünsche ich dir. Bleib dran. Gerade wenn sich Gott als Ferne anfühlt,
bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott, der ferne ist und trotzdem da.
Automatisch transkribiert durch KI