Glaubensfragen von Experten erklärt:
Die Taufe ist das Eingangstor zum Christsein. Sie ist uns geschenkt – unentgeltlich geschenkt – und natürlich geht es um die Frage: Wie lebe ich in der Taufe und aus der Taufe dieses Beziehungsgeschenk? Es kann sein, dass Ihnen jemand seine Freundschaft anbietet und Sie freuen sich. Und irgendwann ist es Ihnen egal und Sie lassen es bleiben und liegen. Sie können auch aus dieser Taufgnade wieder herausfallen. Sie bleiben zwar in geheimnisvoller Weise getauft, aber es geht um die Qualität der Beziehung, um das innere Leben, dass Sie mit Gott leben und dass er mit Ihnen leben will, das er Ihnen anbietet.
Also sind wir herausgefordert, immer wieder neu den Spuren Gottes in unserem Leben zu folgen, uns darauf einzulassen und so unser Leben von ihm verwandeln zu lassen.
(Text von Bischof Dr. Stefan Oster SDB persönlich autorisiert.)
Einmal getauft. In der Tat, das hinterlässt Spuren in unserem Inneren, in der Seele, die nicht mehr aufhebbar sind. Aber die Taufe allein genügt nicht. Die Taufe ist der Anfang eines Weges, der Anfang einer Beziehung, die intensiviert werden muss, die mit dem praktischen Leben eingelöst werden muss. Es genügt nicht einmal, getauft zu sein und dabei zu belassen. Das wäre ungefähr so, wie wenn ich mich verliebe, einen Kuss gebe und dann von meiner Geliebten weggehe und sage: Ja, das war’s jetzt. Aber wir sind dennoch verliebt.
Das wäre eine magere Beziehung.