Glaubensfragen von Experten erklärt:
Ich glaube, und ich bin überzeugt, dass Gott der Ursprung dieser Welt ist. Dass Gott der Ursprung des Seins ist. Ohne Gott gäbe es diese Welt nicht. Und ich würde verzweifeln an dieser Welt, wüsste ich nicht und könnte ich nicht glauben, dass es Gott gibt.
Gott ist derjenige, der diese Welt und mich vollenden will. Das ist unheimlich entlastend. Ich muss nicht der perfekte sein. Ich habe eine Chance von Gott die Vollendung zu erwarten. Das hat er mir verheißen, und darauf vertraue ich. Und dafür lohnt es sich zu leben.
Es gibt ja das bekannte Lied: Weißt du wie viel Sternlein stehen? Die meisten denken, das sei ein Abendlied. Aber es ist ein Lied, das die Schöpfung besingt und uns daran erinnert, dass die ganze Schöpfung von Gott geschaffen ist und auch jeder Mensch. Und in diesem Lied heißt es: Kennt auch dich und hat dich lieb.
Also Gott kennt mich, er kennt dich, er hat mich lieb, er hat dich lieb. So ist Gott für uns und wir können immer nur in Bildern von Gott reden. Ein anderes schönes Bild ist Gott als der gute Hirte, der mich begleitet, weil wir alle ja wissen. Es gibt Situationen, wo es auch dunkle Täler gibt, aber da ist Gott dabei und der dritte Punkt als Christ glaube ich natürlich, dass sich Gott in Jesus Christus gezeigt hat.
(Text von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl persönlich autorisiert.)
Wir als Christen glauben, Gott ist ansprechbar. Gott hat einen Namen, den er selbst offenbart hat. Der eine Teil dieses Namens „Ich bin, der ich bin da” im Alten Testament. Er ist der, der mit uns durch die Zeit und durch die Geschichte geht.
Und dann kommt Jesus auch noch mal und offenbart uns diesen Gott tiefer als Vater. Also als eine Erzeugungsmacht von Welt und gleichzeitig eine väterlich beschützende, begleitende Macht, von der wir glauben dürfen, dass in allem, was passiert, er die Welt in der Hand hält. Also in diesem Sinne dürfen wir glauben, dass Gott ein „Du” für uns ist, ein Gegenüber, der auf uns schaut und der mit uns durch die Welt und Zeit gehen will..
(Text von Bischof Dr. Stefan Oster SDB persönlich autorisiert.)
Gott ist der Allmächtige, Ewige, liebende, unerschaffene Geist, von dem alles herkommt und um dessen Willen es überhaupt alles gibt. Er hat die Welt erschaffen, einfach aus seiner Freude heraus und aus Liebe heraus. Und wir Menschen haben die Fähigkeit, diesen Gott anfanghaft zu erkennen und zu erahnen, weil Gott uns erschaffen hat mit Sehnsucht nach ihm. Weil wir Menschen auf Gott hin geschaffen sind, finden unsere letzten Sehnsüchte ihre Erfüllung auch nur im Kontakt mit Gott.
Gott ist für mich der Vater, der mich liebt, der mich ins Leben gerufen hat und der immer offene Arme für mich hat.
Erst recht dann, wenn ich in Situationen komme, die herausfordernd oder belastend sind: Dann steht er, um es mit einem Bildwort aus dem Neuen Testament zu sagen, an der Schwelle mit offenen Armen und erwartet mich.
(Text von Erzbischof Dr. Stefan Heße persönlich autorisiert.)