Glaubensfragen von Experten erklärt:
Als katholischer Christ glaube ich an die Gegenwart Gottes in all den Dingen, die er mir durch seine Schöpfung gegeben hat, an seine Gegenwart in den Mitmenschen. Und wir nennen das Sakramentalität. Und der Höhepunkt: Das sind natürlich die Sakramente, die wir in der katholischen Liturgie feiern und die Sakramente geben mir unheimlich Kraft.
Eucharistie, das ist die immer neue Vereinigung mit dem Herrn.
Die Krankensalbung, die mich aufrichtet.
Die Buße, die Beichte, die mich befreit von Schuld.
All die Sakramente lassen mich aufs Neue erkennen. Der Herr ist da in dieser Wirklichkeit. Wir sind nicht verlassen, sondern diese Wirklichkeit ist von seiner Gegenwart durchtränkt, und er hat uns sein Wort gegeben, dass das so ist.
Der katholische Glaube zeichnet sich dadurch aus, dass wir zunächst mal die Sakramente feiern und pflegen und haben – allen voran die Eucharistie. Aber auch die Beichte, die Firmung. Wir haben die sakramentale Priesterweihe. Wir haben insgesamt sieben Sakramente. Und es ist alles für uns sehr wichtig für unser gläubiges Leben. Wir haben ein Lehramt, das im Heiligen Vater und in den Bischöfen zum Ausdruck kommt.
Wir haben eine Verehrung von Heiligen, von denen wir glauben, dass sie Wegbegleiter, Fürsprecher und Fürbitter für uns vor Gott sind. Wir verehren auch Maria in besonderer Weise als Fürbitterin und Mutter der Kirche, weil sie auch Mutter Jesu war. Die Kirche heißt bei Paulus „Leib Christi“. Sie hat diesen Leib auch buchstäblich geboren. Das sind alles Kennzeichen des Katholizismus, der uns auszeichnet, die ich nicht missen möchte.
(Text von Bischof Dr. Stefan Oster SDB persönlich autorisiert.)
Herzlich willkommen in der katholischen Kirche! Sie ist die weltweite Kirche, die umfassende Kirche, die eine, die heilige, katholische und die apostolische Kirche- also jene Merkmale, die von Anfang an mit Kirche verbunden sind. Ich genieße es, katholisch zu sein, gerade hier oben im Norden, in Hamburg, weil wir hier eine internationale, wirklich katholische Kirche sind aus ganz vielen Ländern.
Über 1/3 der Mitglieder in Hamburg haben einen Migrationshintergrund, und daran sehe ich immer die Reichtümer dieser katholischen Weltkirche. Und überdies, wenn ich als Bischof in der Welt unterwegs bin, dann bin ich immer in jeder katholischen Kirche zu Hause, auch wenn dort vielleicht eine andere Sprache gesprochen wird, wenn andere Lieder gesungen werden und es mache anderen Gebräuche gibt. Aber als Christen, als Katholiken sind wir weltweit daheim und bilden die Kirche ab.
Jedenfalls versuchen wir das im besten Sinne Jesu.
(Text von Erzbischof Dr. Stefan Heße persönlich autorisiert.)