Wie verhalte ich mich in einem Gottesdienst?

Wer zum ersten Mal oder nach einer Ewigkeit eine Kirche betritt, fühlt sich oft verunsichert: Wann singt man mit, wann ist man still? Wann wird aufgestanden? Die Angst, „aus der Reihe zu tanzen“, hält manche davon ab, sich einfach auf die Atmosphäre einzulassen. Wir haben bei denen nachgefragt, die beruflich „vorne stehen“, was im Gottesdienst wirklich zählt. Wir hoffen, ihre Tipps nehmen Dir die Unsicherheit und Du kannst ganz entspannt und mit Vorfreude Deinen nächsten Gottesdienstbesuch planen.

Glaubensfragen von Experten erklärt:

Wie verhalte ich mich richtig in einem Gottesdienst? - Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl

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Auf jeden Fall kann jeder einfach so zum Gottesdienst hingehen. Alle freuen sich, wenn Menschen zum Gottesdienst kommen.
Und ich mache so, wenn ich mich wo nicht auskenne, schaue ich mal wie verhalten sich die anderen Menschen und gleich sich gleich mich da an? Aber bei uns gibt es zum Beispiel in jedem Gesangbuch hinten auch der Gottesdienstablauf, wo das aufgeschrieben ist, dass ich mich da in gewisser Weise orientieren kann. Es gibt auch oft Ansagen, dass man sagt, wir stehen auf oder wir setzen uns.
Aber was natürlich auch klasse ist, wenn man neu ist, wenn man Freund oder Freundin hat, die einen Gottesdienst begleitet, die sich da schon ein bisschen auskennen. Das macht es auch leicht. Aber das Wichtigste: Im Gottesdienst könnt ihr nichts falsch machen.

(Text von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl persönlich autorisiert.)

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Wie verhalte ich mich in einem Gottesdienst? - Erzbischof Dr. Stefan Heße

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Vor den großen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern gibt es manchmal im Internet ein paar Guidelines, wie man sich da verhalten könnte.
Das ist gerade eine Anregung für diejenigen, die nicht allzu oft oder regelmäßig kommen und ungeübt sind. Da kann man vielleicht nachschlagen. Grundsätzlich würde ich raten, sich unaufdringlich zu verhalten, sich ein bisschen mit Gefühl einzupassen, ein bisschen zu schauen, was die Menschen vor mir hinter oder neben mir machen. Dann kann so schnell nichts schiefgehen. Wir sind mittlerweile gar nicht mehr so streng, dass alle im Gleichtakt aufstehen oder knien, sondern da gibt es immer welche, die bleiben vielleicht auch stehen, während die anderen knien und umgekehrt. Es gibt eine Freiheit der Form. Das Wichtigste ist vor allem das Aufgeschlossen-Sein, das Interessiert-Sein an dem, was im Gottesdienst passiert. So öffnet man das Herz und gibt Gott im eigenen Leben ein bisschen mehr Raum, Stück für Stück.

(Text von Erzbischof Dr. Stefan Heße persönlich autorisiert.)

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