Glaubensfragen vom Experten erklärt:
Jeder Mensch glaubt an irgendetwas. Jeder Mensch richtet sein Leben nach irgendwelchen Prinzipien aus und baut sein Leben auf irgendeinen Grund. Jesus sagt von sich selbst: Wer meine Worte hört und ihnen glaubt, ist wie ein Mensch, der sein Leben auf ein festes Fundament baut. Ob er damit recht hat oder nicht, ist natürlich eine Glaubensfrage. Aber Jesus ist gestorben und auferstanden und hat den Anspruch, tatsächlich der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein. Unser Leben beginnt Richtung zu bekommen, wenn wir an Jesus glauben. Deswegen ist es eine sehr, sehr sinnvolle Sache.
Jeder Mensch hat, ob er es weiß oder nicht, tief drinnen eine Frage. Und das ist die: Woher komme ich und warum gibt es mich überhaupt? Das ist im Letzten die Frage nach Gott. Und Jesus ist gekommen, um uns diesen Gott zu zeigen und uns zu diesem Gott heimzuholen. Jesus offenbart Gott als liebenden Vater und hat uns einen Weg eröffnet, heim zu kommen zu diesem Vater, im Lichte dessen Liebe unser Leben heil und ganz wird.
Gott ist der Allmächtige, Ewige, liebende, unerschaffene Geist, von dem alles herkommt und um dessen Willen es überhaupt alles gibt. Er hat die Welt erschaffen, einfach aus seiner Freude heraus und aus Liebe heraus. Und wir Menschen haben die Fähigkeit, diesen Gott anfanghaft zu erkennen und zu erahnen, weil Gott uns erschaffen hat mit Sehnsucht nach ihm. Weil wir Menschen auf Gott hin geschaffen sind, finden unsere letzten Sehnsüchte ihre Erfüllung auch nur im Kontakt mit Gott.
Das Böse und die Sünde und die Schuld sind wirklich zerstörerisch. Und wenn Jesus der liebenste und feinfühligste Mensch und der solidarischste Mensch war, der mit uns mitfühlt war, dann wurde er von Sünde, Tod und Schuld persönlich getroffen. Und zwar nicht nur äußerlich, sondern radikal und bis zum Letzten. Und in seiner Liebe und in seiner Solidarität ist Jesus bis ins Letzte tödliche Leiden am Kreuz durchgegangen.
Das musste er in Anführungszeichen nicht, sondern das wählte er. Aber das wurde uns zur Erlösung.
Der Heilige Geist ist Gott in Aktion. Da, wo Menschen merken, dass in ihrem Leben Gott am Wirken ist, nennen wir es Heiliger Geist. Jesus hat davon gesprochen, dass auch wenn er auferstanden, in den Himmel aufgefahren ist, er durch seinen Geist weiter uns begleitet und unter uns ist. Und wo Menschen sich nach Gott ausrichten und nach ihm leben, da wirkt Gottes guter Geist.
Man könnte auch neudeutsch sagen: Gottes gute Energie zwischen Menschen. Und auch der Heilige Geist ist eine Person, die nämlich den Charakter der Liebe Gottes direkt in unser Herz transportiert.
Christsein steht und fällt mit der Person Jesu. Die erste Frage ist, glaube ich, Jesus und möchte ich, dass er Teil meines Lebens wird? Und dann ist der nächste Schritt. Wenn ich das möchte, dann ist der äußere Ausdruck davon, dass ich mich taufen lassen, dass ich Mitglied einer Gemeinschaft, einer christlichen Gemeinschaft, der Kirche werde. Denn Christentum ist kein Einzelkämpfer-Sport.
Und dann würde ich sagen, der nächste Schritt ist, dass ich anfange, mit diesem Gott Kontakt zu haben, indem ich bete und indem ich mein Leben nach Gottes Willen nach und nach ausrichte. Das sind die ersten Schritte, und das christliche Leben ist wie so eine Pflanze, die nach und nach wächst und Früchte bringt.